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Volkswagen VW-Manager klagt gegen Kündigung
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17:16 24.08.2018
Volkswagen: Nach der Kündigung mehrerer Mitarbeiter im Diesel-Skandal wehrt sich ein erster Manager juristisch. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Nach der fristlosen Entlassung mehrerer im Abgas-Skandal beschuldigter VW-Mitarbeiter in der vergangenen Woche wehrt sich ein erster Manager gegen seine Kündigung. „Es ist eine Klage eingegangen, bei der die Diesel-Thematik eine Rolle spielt“, bestätigte ein Sprecher des Arbeitsgerichts Braunschweig am Freitag der WAZ.

Nähere Angaben zu dem Fall wollte der Gerichtssprecher zunächst nicht machen. Bei dem Kläger handele es sich aber nicht um den früheren VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer, der zum Kreise der entlassenen Mitarbeiter gehört.

VW rechtfertigt die Kündigungen

Volkswagen hatte Ende vergangener Woche nach WAZ-Informationen mindestens sechs Managern fristlos gekündigt. „Grundlage für diese Maßnahmen sind Erkenntnisse von Volkswagen über das Fehlverhalten von Beschäftigten im Zusammenhang mit der Dieselkrise in den USA“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung im VW-Intranet. Der Verdacht gegen die betroffenen Manager habe sich erhärtet, nachdem der Konzern Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft Braunschweig erhielt. Die Behörde ermittelt gegen insgesamt 49 Beschuldigte.

Bislang hatte VW im Diesel-Skandal auf fristlose Kündigungen weitgehend verzichtet – mit Ausnahme des in den USA zu sieben Jahren Gefängnis verurteilten Managers Oliver S., der ebenfalls gegen seine Entlassung durch Volkswagen klagt. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Aufklärung konsequent vorantreiben. Wir gehen gründlich und nach sorgfältiger Prüfung aller relevanten Umstände vor und ergreifen dann die notwendigen Maßnahmen“, erklärte Hiltrud Werner, VW-Vorstand für Integrität und Recht, in der Mitteilung im Volkswagen-Intranet.

Amnestieprogramm für Tarif-Mitarbeiter im Diesel-Skandal

Die Berichte über eine erste Kündigungswelle im Abgas-Skandal hatten in den vergangenen Tagen für Unruhe in der Belegschaft gesorgt. Deshalb stellte VW-Personalvorstand Gunnar Kilian nun einerseits klar, dass das Unternehmen „ohne Rücksicht auf Hierarchie“ handeln werde. Zugleich betonte er aber auch: „Die derzeitigen Maßnahmen betreffen ausschließlich Angehörige des Managements. Grund für die Maßnahmen sind schwerwiegende Verfehlungen.“ Tarif-Mitarbeitern, die maßgeblich zur Aufklärung des Dieselbetrugs beigetragen hätten, werde VW nicht kündigen. Für sie gilt laut Kilian das im Jahr 2015 vereinbarte unternehmenseigene Amnestieprogramm.

Das Programm sichert Tarif-Mitarbeitern zu, dass sie in der Abgas-Affäre keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu befürchten haben, wenn sie gegenüber den internen Ermittlern bei VW „innerhalb einer bestimmten Frist vollständig und wahrheitsgemäß ausgesagt haben“ ausgesagt haben.

Von Florian Heintz

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