Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Volkswagen Staatsanwaltschaft durchsucht erneut VW-Büros
Nachrichten Volkswagen Staatsanwaltschaft durchsucht erneut VW-Büros
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:25 20.03.2018
Volkswagen: Ermittler haben erneut Büros in der VW-Zentrale in Wolfsburg durchsucht. Quelle: dpa
Anzeige
Wolfsburg/Braunschweig

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im Zuge von Ermittlungen gegen VW wegen möglicherweise falscher Verbrauchsangaben Büros in der Wolfsburger Konzernzentrale durchsucht. Anfang März seien Papiere und größere Datenmengen aus den VW-Räumen sichergestellt worden, sagte Klaus Ziehe von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Dienstag. Die Behörde ermittle wegen des Verdachts von Marktmanipulation. Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

In den neuen Ermittlungen gegen Unbekannt geht es vor allem um eine Ad-hoc-Mitteilung von VW aus dem Dezember 2015. Gut einen Monat vorher und damit kurz nach Bekanntwerden des Dieselskandals hatte VW zunächst mitgeteilt, es gebe „Anhaltspunkte für weitere Unregelmäßigkeiten“. Bei 800.000 Autos sei es zu „nicht erklärbaren Werten“ bei CO2-Messungen gekommen. Das legte nahe, dass für diese Autos die Verbrauchsangaben falsch sein könnten. Am 9. Dezember 2015 widerrief VW die Angaben und verschickte eine Ad-Hoc-Mitteilung, wonach nur noch neun Modellvarianten betroffen seien.

War die Mitteilung „objektiv inhaltlich falsch“?

Die Staatsanwaltschaft geht nun dem Verdacht nach, dass diese Mitteilung „objektiv inhaltlich falsch“ war, sagte ihr Sprecher Ziehe. „Wir haben Anhaltspunkte, dass mehr Fahrzeuge betroffen sind.“ Im Fokus stehen hier die angewandten Messtechniken, die möglicherweise zu besseren Ergebnissen geführt haben. „Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Mitarbeiter von Volkswagen grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt haben“, erläuterte Ziehe. Ein VW-Sprecher bestätigte die Durchsuchungen, wollte sich aber nicht weiter äußern.

Der Vorwurf lautet auf Marktmanipulation. Kurz nach Bekanntwerden der Nachricht im Dezember 2015, dass VW keine weiteren Verwerfungen im Ausmaß des Dieselskandals auch für CO2-Angaben drohen, hatten VW-Aktien kräftig zugelegt. Die Papiere kletterten an dem Tag um mehr als sechs Prozent. Nach den im Dieselskandal festgestellten Manipulationen bei Stickoxidwerten von Volkswagen reagierten die Aktienmärkte damals besonders nervös auf Nachrichten zu VW.

Zahlreiche weitere Ermittlungen laufen

Neben den neuen Ermittlungen im Zusammenhang mit CO2-Werten von VW-Autos laufen noch zahlreiche weitere Ermittlungsverfahren gegen Volkswagen-Mitarbeiter, auch führende Manager. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen Marktmanipulation im Zusammenhang mit Diesel-Stickoxidwerten, ebenso wegen Betrugs. In den USA wurden bereits zwei ehemalige VW-Mitarbeiter zu Gefängnisstrafen verurteilt. Außerdem klagen zahlreiche Anleger zivilrechtlich auf Schadenersatz für entstandene Kursverluste sowie Tausende Kunden auf Entschädigungen und Umtausch betroffener Dieselautos.

Von dpa

Volkswagen bündelt in einem neuen Zentrum seine Kompetenzen im Bereich Fahrzeugsicherheit. Am Stammsitz Wolfsburg entstand ein dreigeschossiger Neubau mit rund 8000 Quadratmetern Fläche, integriert in die bestehende Architektur.

19.03.2018

Mit steigender Produktivität und hoher Qualität will das VW-Werk Wolfsburg seine Zukunft sichern. Auf dem Standortsymposium präsentierte die Mannschaft dem Vorstand und Betriebsrat am Freitag innovative Ideen, Konzepte und Lösungen, um Fahrzeugbau und Komponente noch besser aufzustellen.

18.03.2018

Der Volkswagen-Konzern hat auch im Februar trotz der Belastungen aus Diesel-Debatte und drohenden Fahrverboten seinen Absatz deutlich steigern können. Weltweit lieferten die Wolfsburger in dem Monat mit 737.700 Stück rund 7,2 Prozent mehr Autos und Nutzfahrzeuge an die Kunden aus als im Vorjahresmonat.

16.03.2018
Anzeige