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Volkswagen Nach umstrittenen Tierversuchen: VW führt offenbar Verhaltenskatalog ein
Nachrichten Volkswagen Nach umstrittenen Tierversuchen: VW führt offenbar Verhaltenskatalog ein
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15:50 22.02.2018
Nach Medienberichten plant VW die Einführung eines Verhaltenskatalogs. Quelle: dpa
Wolfsburg

Anhand dieser „VW-Gebote“ solle künftig festgestellt werden, ob eine Entscheidung auch moralisch im Sinne der Firmenkultur sei. Volkswagen wollte sich auf dpa-Nachfrage zunächst nicht dazu äußern.

Außerdem überprüft der VW-Konzern dem Bericht zufolge Forschungsprojekte, die er unterstützt. Weltweit gebe es 1700 Kooperationen mit über 300 Hochschulen und Instituten in über 29 Ländern. Über die Maßnahmen will der Vorstand am Freitag den Aufsichtsrat informieren.

Die Autoindustrie hatte Wissenschaftler eingespannt, die mit der Lobbyorganisation EUGT Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen verharmlost haben sollen. Dabei waren auch Affen mehreren Tests ausgesetzt. Darüber hinaus förderte die Initiative eine Studie der Universität Aachen zur Stickstoffdioxid-Belastung am Arbeitsplatz - Probanden waren 25 Menschen. BMW, Daimler, VW und Bosch hatten die EUGT gemeinsam gegründet, Bosch stieg 2013 aus.

Nach dem Bekanntwerden der Experimente hatte Volkswagen seinen Cheflobbyisten Thomas Steg beurlaubt. Daimler stellte den Mitarbeiter frei, der den Autobauer im EUGT-Vorstand vertreten hatte. BMW befreite den betroffenen Referenten von seinen Aufgaben im Segment urbane Mobilität und Kommunen. In den USA ist VW wegen der Stickoxid-Tierversuche auch im Streit mit einem Anwalt und privaten Klägern. Ein Gericht will dort nun eine Verhandlung ansetzen - gegen den Willen des Konzerns, der eine Verschiebung beantragt hatte.

dpa

Der Weg war steinig – erstmals seit Jahren Warnstreiks, dazu nächtliche, stundenlange Verhandlungen. Doch jetzt steht der Tarifvertrag für 120.000 VW-Beschäftigte, Wahloption für mehr Freizeit inklusive. Und mehr Geld bekommen die Mitarbeiter auch noch.

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Nach dem Durchbruch bei den Tarifverhandlungen in der Metallindustrie gehen am Dienstag (16.00 Uhr) in Langenhagen bei Hannover die Gespräche über den Haustarif bei Volkswagen weiter. Der Sprecher der IG Metall Niedersachsen, Sascha Howind, sagte: „Es wird wahrscheinlich eine lange Nacht, wir hoffen auf ein Ergebnis.“

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