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Volkswagen Kapitalmarkt sei laut VW rechtzeitig informiert worden
Nachrichten Volkswagen Kapitalmarkt sei laut VW rechtzeitig informiert worden
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22:00 02.03.2018
Streit mit Anlegern um den Abgas-Skandal: Um sich gegen Klagen von Aktionären zu wehren, geht VW nun in die Offensive und hat Gegenklage eingereicht. Quelle: dpa
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Wolfsburg

 Der heutige Volkswagen-Aufsichtsratschef und frühere Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch ist noch kurz vor Bekanntwerden des Abgas-Skandals in den USA von Risiken von höchstens 150 Millionen Euro ausgegangen. Das geht aus der Klageerwiderung von VW im Musterverfahren zu Aktionärsklagen im VW-Abgasskandal hervor. Dem Vernehmen nach ist Pötsch auch bereit, in dem Verfahren auszusagen.

Unerwartete Anschuldigungen

Es habe es keine konkreten Anhaltspunkte für eine Kursrelevanz der Affäre gegeben, teilte Volkswagen am Donnerstag mit – bis die US-Umweltbehörden am 18. September 2015 unerwartet mit ihren Anschuldigungen an die Öffentlichkeit gegangen seien. Darauf komme es in der Haftungsfrage gegenüber Investoren im Kern an.

Mit der am Mittwoch eingereichten Klageerwiderung im Musterverfahren beim Oberlandesgericht Braunschweig stellt VW die Weichen für seine Verteidigungsstrategie. In dem Verfahren soll geklärt werden, ob VW seinen Pflichten gegenüber Investoren nachgekommen ist. Unmittelbar nach Aufdeckung des Abgasbetrugs brach der Kurs der VW-Aktie ein – zeitweise verloren die Vorzugspapiere fast die Hälfte ihres Wertes. Anleger erlitten dabei erhebliche Verluste. Investoren wie die Sparkassentochter Deka, die als Musterklägerin gegen VW auftritt, verlangen Schadenersatz.

Neun Milliarden Euro stehen auf dem Spiel

VW hat alleine für Vergleiche in Nordamerika über 25 Milliarden Euro verbucht. Sollten die Anleger sich vor Gericht durchsetzen, könnte es noch teurer werden: Im Musterverfahren geht es um Schadenersatzansprüche von 3,1 Milliarden Euro, rund 1600 Klagen wurden bisher am Landgericht Braunschweig ausgesetzt. Insgesamt belaufen sich die Forderungen der 1650 Klagen auf mehr als neun Milliarden Euro. Die erste Anhörung beginnt am 3. September.

Von der Redaktion

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