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Volkswagen Diesel-Streit: VW-Chef Diess wünscht sachlichere Debatte
Nachrichten Volkswagen Diesel-Streit: VW-Chef Diess wünscht sachlichere Debatte
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13:30 26.10.2018
Herbert Diess: Der VW-Konzernchef war am Donnerstagabend zu Gast in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“. Quelle: dpa
Berlin

Im Streit um mögliche Diesel-Fahrverbote wegen zu schmutziger Luft in deutschen Städten hat VW-Konzernchef Herbert Diess eine zu emotionale Diskussion kritisiert. „Wir sehen da schon Verantwortung für uns, gerade bei Volkswagen“, sagte er am Donnerstag in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. „Dennoch halte ich die Diskussion, die wir jetzt führen, für zu emotional.“

Gleichzeitig betonte Diess, dass Volkswagen sich nicht gegen die Hardware-Nachrüstung ausspreche. Wenn es entsprechende gesetzeskonforme Lösungen gebe, werde VW sich daran beteiligen - „wenn's denn der Kunde dann auch will“. Allerdings wolle VW die Kosten weiterhin nur zu 80 Prozent tragen.

Dieselautos nach Software-Update zu „100 Prozent gesetzeskonform“

Darüber hinaus seien die betroffenen Dieselfahrzeuge nach den Software-Updates zu „100 Prozent gesetzeskonform“, betonte der VW-Chef. Wenn man zudem die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Verringerung der Stickoxidbelastung in den Städten weiter umsetze, „dann ist das Problem in zwei Jahren weg“.

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) war ebenfalls zu Gast bei „Maybrit Illner“ und machte derweil klar: „Es gibt die klare Erwartung, dass die Diesel-Kunden nicht zur Kasse gebeten werden.“ Die Konzerne müssten sich um die Autobesitzer kümmern - und auch die Kommunen hätten mit Blick etwa auf intelligente Verkehrssteuerung eine Aufgabe.

Von dpa/der Redaktion