Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Volkswagen Diesel-Skandal: Verbraucherzentrale klagt gegen VW-Händler
Nachrichten Volkswagen Diesel-Skandal: Verbraucherzentrale klagt gegen VW-Händler
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 19.12.2017
Software-Update in einer Volkswagen-Werkstatt: Eine Klage gegen einen VW-Händler soll generelle Klarheit über Garantiezusagen herbeiführen. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt infolge des Diesel-Skandals gegen einen VW-Händler und will damit generelle Klarheit über Garantiezusagen herbeiführen. Mit der Klage beim Landgericht Bremen soll für einen Autobesitzer die Rückzahlung des Kaufpreises für seinen Wagen durchgesetzt werden. Ziel sei eine grundsätzliche Klärung, sagte vzbv-Chef Klaus Müller der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es um die Frage, ob Verbrauchern eine Nachrüstung zuzumuten sei, „wenn damit Folgeschäden verbunden sein könnten und der Händler nicht bereit ist, für diese einzustehen“.

Hintergrund ist, dass Volkswagen als Konsequenz aus dem Skandal um Abgas-Manipulationen bei 2,5 Millionen Autos in Deutschland eine neue Software aufspielen muss. Im konkreten Fall trat der Fahrzeugbesitzer vom Kaufvertrag zurück, nachdem sein Autohaus ihm laut vzbv nicht garantieren konnte, dass an seinem Wagen keine Folgeschäden durch die von VW angebotene Nachrüstung entstehen. Auch ein Ersatzfahrzeug sei nicht angeboten worden.

Die Klage solle zu Klarheit führen, ab wann Kunden von Kaufverträgen zurücktreten könnten und wo Grenzen einer zumutbaren Nachbesserung lägen, erläuterte der vzbv. Ansprüche auf Vertrags-Rückabwicklung könnten nur beim Händler als Verkäufer geltend gemacht werden und nicht direkt beim Hersteller VW. Die Klage solle aber auch den „Wert“ allgemeiner Zusicherungen des Konzerns überprüfen, wonach die Umrüstung nicht zu Beeinträchtigungen des Motors führe.

Für die Klage hat der Autobesitzer seinen Zahlungsanspruch an den vzbv abgetreten, bekommt aber bei Erfolg das Geld.

Von dpa

Volkswagen Schutz vor zu hoher Arbeitsbelastung - Porsche-Betriebsrat: E-Mails nach Feierabend löschen

Aus Sorge vor zu hoher Arbeitsbelastung fordert Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück die Löschung dienstlicher E-Mails während der Freizeit. Mailkonten von Mitarbeitern sollten im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 6 Uhr sowie am Wochenende und im Urlaub gesperrt werden, sagte Hück der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

18.12.2017

Rund 50 Leiharbeiter demonstrierten am Samstag vor dem VW-Tor 17. Die Verträge für die 200 befristeten Beschäftigten laufen am 22. Dezember endgültig aus – sie fordern eine Weiterbeschäftigung und hoffen auf die Solidarität ihrer festangestellten Kollegen.

18.12.2017

Die ersten nicht umgerüsteten VW-Dieselfahrzeuge werden jetzt aus dem Verkehr gezogen. Betroffen sind zunächst Fahrzeuge des Modells VW Amarok mit manipulierten Dieselmotoren, deren Halter 18 Monate Zeit hatten, ihre Wagen umrüsten zu lassen. Die Behörden gehen mit dem Problem allerdings unterschiedlich um.

15.12.2017
Anzeige