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Volkswagen Deshalb will VW die Autoindustrie in Äthiopien aufbauen
Nachrichten Volkswagen Deshalb will VW die Autoindustrie in Äthiopien aufbauen
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18:14 29.01.2019
Absichtserklärung unterzeichnet: Thomas Schäfer (vorne l.), Leiter der Region Sub-Sahara bei VW, in Addis Abeba. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hinten l.) hatte an der Zeremonie teilgenommen. Quelle: dpa
Addis Abeba

Volkswagen baut seine Aktivitäten in Afrika weiter aus. Nach Vereinbarungen mit Nigeria und Ghana im vergangenen Sommer unterzeichnete VW jetzt eine Absichtserklärung zur Entwicklung der Autoindustrie in Äthiopien. Der Vertrag sei im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Addis Abeba unterzeichnet worden, der sich zu einem Staatsbesuch in dem Land aufhielt.

VW plant auch Car-Sharing, Mitfahrdienste und ein Ausbildungszentrum

Die Absichtserklärung mit Äthiopien umfasse die Einrichtung einer Fahrzeugmontage, die Fertigung von Komponenten in dem Land sowie die Einführung App-basierter Fahrdienste wie Car-Sharing und Mitfahrdiensten und die Einrichtung eines Ausbildungszentrums, teilte VW mit. Äthiopien ist das dritte Land in der Sub-Sahara-Region, mit dem der Autobauer solche Vereinbarungen abgeschlossen haben. In Ghana soll ein Montagewerk gebaut werden. Zudem prüft VW dort die Machbarkeit von integrierten Mobilitätslösungen.

Äthiopien ist eine der am schnellsten wachsenden Ökonomien und mit der zweitgrößten Bevölkerungszahl unter den Ländern des afrikanischen Kontinents ein ideales Land, um unsere Sub-Sahara Strategie weiter voranzubringen“, sagte Thomas Schäfer, Leiter der Region Sub-Sahara bei Volkswagen. „Zudem kann Volkswagen in Äthiopien auf bereits existierende Fachkenntnisse und Strategien aufbauen, um in hier eine erfolgreiche Komponenten-Fertigung aufzubauen.”

Experten gehen davon aus, dass die Region künftig wachsen wird

In Nigeria hat sich Volkswagen verpflichtet, stufenweise die Montage von Fahrzeugen aufzubauen und das Land langfristig zu einer Drehscheibe für die Automobilindustrie an der Westküste Afrikas aufzubauen.

VW verfügt bereits über ein Produktionswerk in Südafrika und montiert Fahrzeuge in Algerien, Kenia und Ruanda. Der afrikanische Automobilmarkt ist derzeit zwar vergleichsweise klein. Experten gehen aber davon aus, dass die Region künftig wachsen wird.

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