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Volkswagen VW wendet in den USA weitere Millionenstrafen ab
Nachrichten Volkswagen VW wendet in den USA weitere Millionenstrafen ab
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19:31 07.01.2019
Weitere Millionenstrafen abgewendet: VW hat die Auflagen zur Rücknahme oder Umrüstung von Autos mit Drei-Liter-Motor erfüllt. Quelle: dpa
Wolfsburg/Düsseldorf

Wie das Handelsblatt berichtet, geht dies aus dem Zwischenbericht der unabhängigen Kontrollkommission hervor, die die Rücknahme von etwa 100.000 manipulierten Dieselautos mit Drei-Liter-Motor in den USA überwacht.

Volkswagen erfüllt damit die Erfordernisse aus der Einigung mit der Justiz“, heißt es dazu wörtlich im jüngsten Zwischenbericht der unabhängigen Kontrollkommission, der dem Handelsblatt vorliegt. Der VW-Konzern hatte sich vor knapp zwei Jahren mit etwa 100.000 in einer Sammelklage zusammengeschlossenen Dieselkunden aus den USA über den Rückkauf oder die Umrüstung der manipulierten Drei-Liter-Autos verständigt. Volkswagen stellt dafür etwa zwei Milliarden US-Dollar bereit.

In der Einigung mit den Sammelklägern und den US-Justizbehörden hatte VW zugesagt, mindestens 85 Prozent der manipulierten Autos zurückzuholen. Diese Quote wurde im Dezember erreicht, wodurch dem Autobauer in den USA weitere Strafen erspart bleiben.

Wäre es VW nicht gelungen, 85 Prozent der betroffenen Fahrzeuge von der Straße zu holen oder umzurüsten, hätte der Konzern für jeden Prozentpunkt, um den das Ziel verfehlt wird, weitere 85 Millionen Dollar an amerikanische Behörden zahlen müssen. Bei den zu einem deutlichen höheren Teil betroffenen Zwei-Liter-Fahrzeugen (500.000 Autos) hat Volkswagen die erforderliche Rückholquote von 85 Prozent bereits Mitte 2018 erfüllt und damit weitere Strafen vermieden.

An die Drei-Liter-Kunden sind bereits hohe Geldbeträge zur Entschädigung geflossen. Wie dazu aus dem neuen Zwischenbericht der Untersuchungskommission hervorgeht, hat der VW-Konzern amerikanischen Autofahrern inzwischen mehr als eine Milliarde Dollar bereitgestellt. Gut 60.000 betroffene Autofahrer haben den von Volkswagen zugesagten Schadensersatz bereits akzeptiert.

Bei den Drei-Liter-Modellen hat sich fast die Hälfte der betroffenen US-Kunden für eine Umrüstung der manipulierten Fahrzeuge entschlossen. In der Regel sind damit auch größere technische Eingriffe am Auto („Hardware-Nachrüstung“) verbunden. Danach erfüllen die Fahrzeuge die strengeren amerikanischen Abgasnormen. In Europa und Deutschland geben sich die Aufsichtsbehörden damit zufrieden, wenn bei den betroffenen Fahrzeugen lediglich eine neue Software für die Motorsteuerung aufgespielt wird.

Von der WAZ-Redaktion

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