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Zertrümmerte Tennisschläger

Spektakulärer Wutausbruch von Baghdatis wird Internethit

Die Frustbewältigung beim Australian-Open-Aus hat Tennisprofi Marcos Baghdatis schnell zu einem Quotenhit im Internet gemacht. Binnen 24 Stunden hatten sich bis Donnerstagmittag schon mehr als 250 000 Internet-Nutzer auf Youtube angeschaut, wie der Zyprer während einer Spielpause vier Schläger nacheinander zertrümmerte.
Marcos Baghdatis war am Mittwoch in Melbourne trotz des Wutausbruchs in der zweiten Runde gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka ausgeschieden.

Marcos Baghdatis war am Mittwoch in Melbourne trotz des Wutausbruchs in der zweiten Runde ausgeschieden.

© dpa

Melbourne. Zwei davon waren noch in eine Plastikfolie eingehüllt. Baghdatis war am Mittwoch in Melbourne trotz des Wutausbruchs in der zweiten Runde gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka ausgeschieden. Baghdatis ist für seine exzentrische Art auf dem Court bekannt, doch das Zerstören von vier Rackets innerhalb von weniger als 30 Sekunden war auch für den 26-jährigen Ex-Finalisten der Australian Open eine reife Leistung. „Er war wohl mit der Bespannung unzufrieden“, witzelte Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner. „So etwas habe ich noch nie gemacht. Das ist beeindruckend, wow“, meinte die Amerikanerin Serena Williams.

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hatte die Bilder noch nicht gesehen, als er nach seinem Zweitrundensieg am Donnerstag darauf angesprochen wurde. „Aber ich werde es mir sofort auf Youtube anschauen“, sagte der Serbe, früher selbst für sein Temperament auf dem Platz bekannt. „Ich mache es nicht mehr häufig, aber ab und zu fühlt man sich danach schon erleichtert“, sagte Djokovic. „Aber ein bisschen schämt man sich auch.“

Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, auch stets voller Emotionen während seiner Spiele, traut sich hingegen bereits seit seiner Jugend nicht mehr, seine Schläger zu zerstören. „Es ist manchmal schwer, sich zu beherrschen, aber mein Vater hat mir immer gesagt: ‘Wenn du den Schläger zerstörst, zerstöre ich dich.’“

Baghdatis wurde für seinen Ausraster mit einer Geldstrafe von gerade einmal 800 Dollar bestraft. Er wird dies angesichts von knapp 4,7 Millionen Dollar Preisgeld während seiner Karriere wesentlich leichter verschmerzt haben als das Ausscheiden.

dpa


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