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Niedersachsen Ministerin erwartet weiter Stundenausfall
Nachrichten Politik Niedersachsen Ministerin erwartet weiter Stundenausfall
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00:16 14.08.2017
Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) im Landtag. Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Es handele sich dabei nur um eine Prognose, betonte die Ministerin. Die präzise Zahl zur Unterrichtsversorgung in Niedersachsen werde man erst Ende August erfassen und nach komplizierten Auswertungen und Abgleichungen Ende des Jahres präsentieren können. Mit rund 98 Prozent Unterrichtsversorgung werde man aber in etwa bei der gleichen Versorgung wie im vergangenen Schuljahr liegen. "Die Ausgangslage ist damit nicht schlechter als im vergangenen Jahr", so Heiligenstadt. Sie wolle sich nicht darauf  ausruhen: "Ich will einen Prognosewert von 98 Prozent nicht schönreden. Wir streben weiterhin 100 Prozent an", so Heiligenstadt.

In der Sitzung des Kultusausschusses ging Heiligenstadt auch auf die umstrittene Abordnung von Gymnasial- und Gesamtschullehrern an Grundschulen ein. "Abordnungen sind kein neues Instrument", betonte Heiligenstadt erneut. Diese seien  "ein Plan B". Besonders im ländlichen Raum sei es aber schwierig, offene Stellen an kleinen Schulen mit neuen Lehrkräften zu besetzen. Da sei eine befristete Abordnung manchmal der einzige Weg, um Lücken zu stopfen.

Nach Angaben des Leiters der Landesschulbehörde, Ulrich Dempwolf, müssen 90.000 Stunden landesweit abgeordnet werden, davon 30.650 an Grundschulen. 25.940 der Grundschulstunden seien bereits eingetütet, doch 4823 seien noch offen. Das bedeute, dass in den nächsten Tagen noch 170 Vollzeitlehrerstellen abgeordnet werden müssen. "Das ist eine Zahl, keine Frage", so Dempwolf. Es habe Abordnungen auch in den vergangenen Jahren  in ähnliicher Höhe gegeben. Er schilderte sehr ausführlich, wie viel Arbeit in den Wochen der Sommerferien von der Landesschulbehörde geleistet werden muss.  Dempwolfs Urteil: "Ich habe nicht den Eindruck, dass an Schulen Chaos herrscht."

Der Landtag hat am Donnerstag seine Selbstauflösung beantragt. Eine Umfrage des Norddeutschen Rundfunks zeigt: Der Wechsel von Elke Twesten von den Grünen zur CDU stößt auf Ablehnung.

Michael B. Berger 13.08.2017

Obwohl das Schuljahr begonnen hatte, mussten an vielen Schulen die Stundenpläne über den Haufen geworfen werden. Denn das Kultusministerium versucht, Lücken an Grundschulen kurzfristig mit Gymnasiallehrern zu stopfen. Zahlreiche Zuschriften und Kommentare von HAZ-Lesern haben uns erreicht - einige haben wir hier zusammengestellt.

10.08.2017

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