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Niedersachsen Gibt es eine zweite Leiche?
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14:11 14.03.2018
Anfang März wurde die Leiche eines 30-Jährigen auf einem Gehöft in Hille gefunden.  Quelle: Stefanie Dullweber/Mindener Tagblatt /dpa
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Hille

Der Fall eines getöteten 30-Jährigen in Hille zieht immer weitere Kreise: Wenige Tage nach dem Fund der Leiche des 30-Jährigen auf einem Gehöft in Ostwestfalen schließen die Ermittler ein zweites Tötungsdelikt nicht aus. Mit Leichenspürhunden suchten Beamte am Dienstag in Hille bei Minden den Fundort und das angrenzende Grundstück des festgenommenen Verdächtigen ab. Seit etwa einem halben Jahr ist der 71-jährige Eigentümer des Gehöfts verschwunden, auf dem die Leiche des 30-Jährigen aus Stadthagen (Kreis Schaumburg) am Freitag gefunden wurde. „Auch bei der Suche nach dem 71-Jährigen können wir ein Tötungsdelikt nicht ausschließen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Unter Mordverdacht steht ein 51-jähriger Mann aus Hille, der nach seiner Flucht am Sonnabend in Bayern festgenommen wurde. Er streitet laut Polizei die Tat weiterhin ab. „Gerade was das Motiv angeht, wissen wir nichts Genaues“, sagte die Polizeisprecherin.

Trittbrettfahrer erpresst Familie 

Indes wurde bekannt, dass ein Trittbrettfahrer die Familie des 30-Jährigen bedrängt hat: Wie die Schaumburger Nachrichten berichteten, wurde die Familie des getöteten 30-jährigen Maurers, der auf dem Hof gefunden wurde, nach dessen Verschwinden erpresst. Der Getötete war am Sonntag, 4. März, zu einem Treffen mit dem 51-jährigen Tatverdächtigen aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Einen Tag nach Verschwinden des 30-Jährigen erhielt seine Familie eine Nachricht von einem vermeintlichem Entführer des Vermissten, der 45.000 Euro Lösegeld forderte. Als der Vater des Vermissten mehrmals einen Lebensbeweis von seinem Sohn verlangte, brach der Erpresser den Kontakt ab. Die Familie des Vermissten wandte sich daraufhin an die Polizei. Einige Tage später wurde die Leiche des 30-Jährigen gefunden.

Der Erpresser hat sich mittlerweile der Polizei gestellt und gestanden, die Situation ausgenutzt zu haben, um Geld von der Familie des Vermissten zu erpressen. Nach Rache-Aufrufen gegen ihn im Internet wird sein Haus von der Polizei bewacht. Der Familie des getöteten 30-Jährigen gehört im erweiterten Kreis zu einem Hamelner Familien-Clan, dessen Mitglieder 2015 bei Tumulten mehr als 14 Polizisten verletzt haben. Der Erpresser selbst gehört einem Familien-Clan an, dem Verbindungen in Rocker-Milieu nachgesagt werden.

Von dpa/naw

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