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Niedersachsen Sichere Fenster sollen vor Einbrechern schützen
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00:22 29.11.2018
Michael Fritsch, Kriminalhauptkommissar der niedersächsischen Zentralstelle Technische Prävention, schlägt während einer Pressekonferenz über Einbruchszahlen in Niedersachsen mit dem Hammer auf eine einbruchshemmende Fensterscheibe ein. Quelle: Holger Hollemann/dpa
Hannover

Die Zahl der Einbrüche in Niedersachsen sinkt weiter, doch die Bürger fühlen sich immer noch bedroht. „Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist ein massiver Eingriff in den persönlichen Lebensbereich der Opfer“, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag. Er setzt deshalb auf präventive Maßnahmen, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Pistorius will sich im Kampf gegen Einbrecher auch für eine verstärkte Förderung einbruchshemmender Fenster und Türen bei Neubauten stark machen.

Während die Zahl der Einbrüche 2016 noch bei etwa 16.400 lag, wurden im vergangenen Jahr noch 13.600 gemeldet. Für dieses Jahr wird die Bilanz im kommenden März vorgestellt werden. Nach den bisherigen statistischen Daten für das Jahr 2018 lasse sich ein weiterer Rückgang um voraussichtlich „deutlich mehr als zehn Prozent erwarten“, sagte Pistorius. Zum Vergleich: Im Jahr 1993 lag die Zahl der Wohnungseinbrüche noch bei 32.000. „Vier von zehn Einbrüchen bleiben im Versuch stecken.“ Das sei eine erfreuliche Entwicklung. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr allerdings nur bei 23,6 Prozent. Die Räuber hätten es zumeist auf Goldschmuck oder Bargeld abgesehen.

Der Innenminister betonte, dass trotz der rückläufigen Zahlen bei Einbrüchen die gefühlte Bedrohung aber weiterhin hoch sei. Während 24 Prozent der Bevölkerung innerhalb der kommenden zwölf Monate einen Einbruch befürchteten, sei nur ein Prozent dann wirklich betroffen. „Wir haben einen Schneeballeffekt in der Wahrnehmung.“

Pistorius nannte als Gründe für die rückläufige Einbruchskriminalität unter anderem eine höhere Polizei-Präsenz an Brennpunkten, Verbesserungen bei der Spurensuche am Tatort und spezielle Fahndungsmaßnahmen. Seit 2013 seien rund 100 spezielle Ermittlungsgruppen in Niedersachsen eingerichtet worden. So hat etwa eine Ermittlungsgruppe in Osnabrück laut Minister bereits zehn Banden zerschlagen und 330 Einbrüche aufgeklärt. Zudem sei die Mindeststrafe für einen Wohnungseinbruch mit Diebstahl auf ein Jahr angehoben worden.

Pistorius forderte die Bürger auf, auch selbst mehr für den Einbruchsschutz zu tun. „Einbrecher haben es immer eilig und nutzen günstige Gelegenheiten, um in die Wohnung oder das Haus einzudringen.“ Umso sicherer Fenster und Türen seien, desto mehr Zeit brauchten die Einbrecher, diese Riegel zu knacken. „Zeit, die Einbrecher nicht haben.“

Dirk Pejril vom Landespolizeipräsidium riet dazu, bei Abwesenheit in der Wohnung das Licht brennen zu lassen. „Ist eine Wohnung lange unbeleuchtet, schreibe ich quasi eine Einladungskarte an die Einbrecher.“ Wichtigste Kriterien aus Sicht eines unter hohem Zeitdruck tätigen Einbrechers seien neben der Beute-Erwartung geringer Arbeitsaufwand und niedriges Entdeckungsrisiko. Alleine auf Nachbarschaftshilfe, Hunde oder ungesicherte Rollläden solle man sich nicht verlassen.

„Die sinkende Anzahl von Wohnungseinbrüchen in Niedersachsen ist sehr erfreulich und Ergebnis der guten Arbeit der Polizei sowie sicherlich auch eine Auswirkung der polizeilichen Präventionsarbeit“, lobte der Landeschef der Polizeigewerkschaft, Dietmar Schilff. „Außerdem führt eine verstärkte Präsenz der Polizei dazu, dass Einbrecher abgeschreckt werden. Die Menschen fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass die Polizei vor Ort ist“, erklärte Schilff. Daher sei es wichtig, dass die Polizei weiterhin konsequent personell verstärkt werde.

Von Marco Seng

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