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Niedersachsen Verbraucher in der Falle
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00:20 26.11.2018
220 Strom- und 710 Gasversorger in Deutschland haben bereits Preiserhöhungen angekündigt. Quelle: Jens Wolf/dpa
Hannover

Die Preiskalkulationen der Energieversorger sind äußerst komplex. Sowohl Strom als auch Gas beschaffen sie sich in der Regel gestaffelt. Ein Teil wird über langfristige Lieferverträge abgesichert, die über zwei oder drei Jahre gehen. Ein weiterer Teil wird über Terminkontrakte mit mittlerer Laufzeit beschafft und der Rest kurzfristig eingekauft. Das mindert Risiken und garantiert einigermaßen günstige Konditionen. Aktuell profitieren viele Versorger noch von günstigen Langfristverträgen. Sie könnten auch 2019 noch ohne Preiserhöhungen einigermaßen über die Runden kommen, obwohl die Preise im Großhandel inzwischen massiv gestiegen sind.

Wenn etliche Versorger dennoch schon jetzt massiv an der Preisschraube drehen, dann geschieht dies präventiv, um Gewinne schon für das übernächste Jahr abzusichern. Aus Sicht der Versorger ist das ein Verhalten, das sich sehr gut nachvollziehen lässt. Die entscheidende Frage ist: Warum können sie es sich erlauben? Und die Antwort lautet: Weil sie wissen, das nur ein kleiner Teil der Kundschaft abwandert. Viele Privatkunden scheuen den Wechsel zu einem anderen günstigeren Anbieter. Gerade ältere Menschen haben einfach Angst, in die Fänge von dubiosen Energiediscountern zu geraten, die sie über den Tisch ziehen. Und tatsächlich sind ja genug Fälle bekannt – von unberechtigten Abschlagszahlungen, verspäteten und fehlerhaften Stromrechnungen bis hin zu allerlei Fallen im Kleingedruckten.

Bleibt die Frage, warum die Kontrollen der Bundesnetzagentur nach wie vor eher lax sind. Verbraucherschutz, der es ernst meint, muss für strengere Regeln und härtere Strafen für schwarze Schafe sorgen. Das kann dann ganz schnell mehr Wettbewerb und wieder sinkende Preise bringen.

Von Frank-Thomas Wenzel

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