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21:00 16.08.2018
Auch Roboter gehören zur Zukunft, die das Land Niedersachsen mit dem „Masterplan Digitalisierung“ bewältigen will. Quelle: Fotos: Uwe Voelkner/Bundesanstalt für Arbeitsschutz, Peter Steffen/dpa
Hannover

Die Digitalisierung schreitet weltweit voran – und auch das Land Niedersachsen will nicht abgehängt werden. Dabei soll der „Masterplan Digitalisierung“ des Wirtschaftsministeriums helfen. Vorbild sind Nationen wie das kleine Estland. „An diesen digitalen Vorreitern orientieren wir uns“, heißt es im Masterplan.

In diesem Jahr stehen laut Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) rund 100 Millionen Euro für erste Schritte – etwa beim Breitbandausbau – zur Verfügung. Forscher sollen sich in sogenannten digitalen Hubs mit Zukunftsthemen befassen. Das Land will Start-up-Unternehmen im digitalen Bereich konzentriert fördern, die Deutsche Messe AG soll ein zentraler Partner sein.

Einige Beispiele aus den Plänen des Landes für die digitale Welt:

Digitale Verwaltung

Die Landesregierungschätzt die Kosten für die Einrichtung einer digitalen Verwaltung auf bis zu 200 Millionen Euro. Damit soll unter anderem ein zentrales Portal für Niedersachsen eingerichtet werden, das an das des Bundes und der Länder angeschlossen werden soll. Den Bürgern sollen im Internet alle Dienstleistungen der Verwaltung zur Verfügung gestellt werden – etwa einheitliche Anträge und Formulare, Servicekonten mit Postfachfunktion und E-Payment-Verfahren. Der Bürger soll die Möglichkeit erhalten, sich zu registrieren, über diesen Zugang Daten mit verschiedenen Behörden auszutauschen und Gebühren online zu zahlen.

Schnelles Internet

Wirtschaftsminister Bernd Althusmannplant einen „Gigabit-Pakt“ für Niedersachsen. Land, Kommunen und Telekommunikationsanbieter sollen gemeinsam dafür sorgen, dass der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets bis 2025 abgeschlossen ist. Bis Ende 2018 soll ein verbindlicher und verlässlicher Leitfaden für den Ausbau vorliegen.

Er droht den Anbietern mit Konsequenzen, wenn sie die Absprachen nicht einhalten. Der Minister will weiteres Fördergeld vom Bund einwerben – bis 2021 mindestens eine Milliarde Euro. Aus dem Masterplan geht hervor, dass die Kommunen sich beim Breitbandausbau über den bürokratischen Aufwand, die Komplexität der Vergabeverfahren und zu viele Fördertöpfe beschweren.

Auch hier will Althusmann Abhilfe schaffen, indem etwa die Genehmigungsverfahren beschleunigt und die Behörden personell verstärkt werden sollen. Ziel müsse es sein, die Kommunen auf einen vergleichbaren Stand zu bringen. Laut Masterplan stehen dafür jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt in diesem Jahr mindestens 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Bildung

Der digitale Wandel könnte vor allem in den Schulen und Hochschulen sichtbar werden. Die Medienbildung soll nach den Plänen der Landesregierung in die Lehrpläne aller Schulformen, Fächer und Jahrgangsstufen aufgenommen werden. Vorgesehen ist eine flächendeckende Einführung von digitalen Lern- und Arbeitsumgebungen sowie von Schulcloud- oder Landesserverlösungen. Das Land will Lehrkräfte und Leitungspersonal qualifizieren und beraten, um Schüler „beim Lernen im digitalen Wandel professionell zu fördern und zu begleiten“. Zudem soll es neue Lernformate geben.

Das Wissenschaftsministerium soll an den Hochschulen konsequent digitale Projekte fördern – quer durch alle wissenschaftlichen Disziplinen. Dafür sind insgesamt 33 Millionen Euro aus den Mitteln der VW-Stiftung vorgesehen. Die Forschungsprojekte sollen noch in diesem Jahr starten. Das Land will zudem ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung gründen, das – etwa zusammen mit Unternehmen – Forschungslabore betreiben sollen.

Landwirtschaft

Auch an der Landwirtschaftgeht die moderne Technik nicht vorbei. Der Stall der Zukunft ist digital. In einer Pilotregion soll durch Kooperation von mehreren Höfen ein Experimentierfeld zur digitalen Landwirtschaft aufgebaut werden. Mit dem Projekt „Digitaler Stall der Zukunft“ sollen unter realen Bedingungen digitale Lösungen für Herdenmanagement oder bei der Früherkennung von Erkrankungen gefunden werden. Für beide Projekte sind zusammen 7 Millionen Euro eingeplant. Waldbesitzer sollen Internet-Auswertungen von Satellitenbildern nutzen können.

Unternehmen

99,6 Prozent der Betriebein Niedersachsen gehören laut Masterplan zu Mittelstand und Handwerk. Mehr als die Hälfte dieser Unternehmen erkennen in der Digitalisierung positive Entwicklungschancen. Die Landesregierung wolle den Mittelstand deshalb im digitalen Wandel zielgerichtet unterstützen, heißt es. Etwa durch den Ausbau und die Bündelung von Förderprogrammen, die Gründung einer Digitalagentur als Ansprechpartner für Unternehmen oder durch gezielte Digitalberatung von Experten – vor allem auch im Bereich der IT-Sicherheit. Mit dem sogenannten Digitalbonus. Niedersachsen soll ab 2019 ein weiteres Förderinstrument mit einem Volumen von rund 15 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die Landesregierung will den Mittelstand auch bei der Erhebung, Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen im eigenen Betrieb unterstützen. Geplant ist demnach, die kostenlose Verfügbarkeit von Landesdaten für alle Bürger auszuweiten. Unternehmen mit „datengetriebenen Geschäftsmodellen“ sollen auf einer Internetplattform vernetzt werden.

Von Marco Seng

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