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Niedersachsen Niedersachsen will weiter Ferkelkastration ohne Betäubung
Nachrichten Politik Niedersachsen Niedersachsen will weiter Ferkelkastration ohne Betäubung
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17:21 20.09.2018
Ein Ferkel wird in seinem Stall untersucht. Niedersachsen will die Kastration ohne Betäubung weiter ermöglichen. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
Hannover

Niedersachsen unternimmt einen neuen Anlauf, um die Ferkelkastration ohne Betäubung weiter zu ermöglichen. Ein Antrag, der am heutigen Freitag in den Bundesrat eingebracht wird, sieht vor, die bis Ende 2018 befristeten Übergangsregelung um zwei Jahre zu verlängern. Bayern, Nordrhein- Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern unterstützen den Vorstoß.

„Jedem muss klar sein, dass wir nicht nur über die Ferkel abstimmen, sondern über die Zukunft der Schweinehaltung in Deutschland entscheiden“, sagte Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Donnerstag. Der Plenarantrag sei ein guter Kompromissvorschlag. „Ich hoffe, dass sich eine Mehrheit für die niedersächsische Initiative findet und wir in diesem wichtigen Thema gemeinsam einen wichtigen Schritt vorankommen.“

Der Antrag Niedersachsens sieht vor, dass das Tierschutzgesetz so angepasst wird, dass eine Betäubung bei der Kastration der Ferkel nicht erforderlich ist, bis ein zugelassenes Tierarzneimittel seit drei Monaten im Handel verfügbar ist, längstens aber bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020.

Hintergrund des Antrags ist, dass im zuständigen Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz des Bundesrats zunächst keine Mehrheit für eine Verlängerung der Übergangszeit zustande kam. Niedersachsen hatte bisher drei Jahre gefordert, Bayern sogar fünf. Tierschützer haben die Verlängerungspläne immer wieder scharf kritisiert.

Das Tierschutzgesetz sieht bislang vor, dass der Eingriff ab 1. Januar 2019 verboten ist. Eine befristete Übergangsregelung ist laut Otte-Kinast jedoch notwendig, um die Ergebnisse der derzeit laufenden Studien auszuwerten und in die Praxis umzusetzen. Sollte der Antrag mehrheitsfähig sein, müsste er als nächstes im Bundestag beraten werden, um eine entsprechende Änderung des Tierschutzgesetzes zu beschließen.

Von Marco Seng

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