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Deutschland / Welt Zehntausende Briten protestieren gegen Brexit
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19:11 25.03.2017
Demonstration in London für Europa – und gegen den Brexit. Quelle: PA WIRE
London

Unter dem Motto „Unite for Europe“ („Vereint euch für Europa“) zogen die Teilnehmer vom Londoner Hyde-Park über den Trafalgar Square durch die Innenstadt zum britischen Parlament. Viele schwenkten EU-Fahnen und trugen Banner, auf denen sie eine Abkehr vom EU-Ausstieg forderten. Britischen Medien zufolge nahmen allein in London mehr als 25.000 Menschen an dem Protestmarsch teil. Die Polizei gab keine Schätzung ab, wie viele Menschen zu dem Protest gekommen waren.

„Es ist wichtig zu zeigen, dass die EU ein Projekt ist, von dem Europa profitiert“, sagte Bérénice Guyot-Réchard. Die 32-jährige Französin lehrt Geschichte am Londoner King’s College und befürchtet, dass der Brexit-Kurs der britischen Regierung das Verhältnis zwischen Großbritannien und den verbliebenen EU-Staaten beschädigen wird. Deshalb sei mit Freunden zu der Demo gekommen, sagte Guyot-Réchard.

May will Austrittsverhandlungen am Mittwoch einläuten.

Auf der Webseite der Veranstalter war zu lesen: „Wir wollen Mitglied im Europäischen Binnenmarkt bleiben. Wir wollen die Vorteile der EU-Mitgliedschaft behalten. Wir wollen garantieren, dass EU-Bürger, die bereits hier sind, ein Bleiberecht bekommen“.

Eine Mehrheit der Briten hatte in einem Referendum am 23. Juni für den EU-Austritt gestimmt. Premierministerin Theresa May will die zweijährigen Austrittsverhandlungen offiziell am nächsten Mittwoch einläuten. Sie hat bereits angekündigt, dass Großbritannien den Europäischen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen soll.

Die Demonstration fällt zusammen mit den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Vertrags von Rom, mit dem 1957 der Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt wurde. Bei einem Sondergipfel in Rom am Samstag unterzeichneten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Kollegen eine Erklärung, die das Versprechen der EU auf Frieden, Freiheit und Wohlstand erneuern soll. May nahm nicht an dem Gipfel teil.

Von AP/dpa/RND