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Deutschland / Welt Zahl der Hartz-IV-Haushalte fällt auf Rekordtief
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17:59 03.01.2019
Die Zahl der Haushalte, die Hartz IV beziehen, sinkt weiter. Quelle: dpa
Nürnberg

Die gute Konjunktur hat sich im vergangenen Jahr auch auf dem bayerischen Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Am Freitag (9.55 Uhr) präsentiert die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) die aktuellen Arbeitslosenzahlen für Dezember sowie die durchschnittlichen Daten für das Gesamtjahr 2018. Experten im Arbeitsministerium in München gingen zuletzt davon aus, dass die Zahl der Jobsucher im Dezember saisonüblich leicht gestiegen ist. Doch der Arbeitsmarkt befindet sich weiter in bester Verfassung.

Wie die FAZ in ihrer Freitagsausgabe berichtet, fällt die Zahl der Haushalte, die auf die Grundsicherung Hartz IV angewiesen sind, auf erstmals weniger als drei Millionen. Demnach wurden von den Jobcentern zuletzt 2,996 Millionen sogenannte Bedarfsgemeinschaften finanziell versorgt. Dies waren knapp 200.000 oder 6,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit 2008 ist die Zahl der betroffenen Haushalte damit um fast 600.000 oder 17 Prozent gesunken.

Im Schnitt der vergangenen drei Jahre hatte die Arbeitslosigkeit im Dezember im Vergleich zum Vormonat jeweils um etwa drei Prozent zugenommen. „In diesem Rahmen werden wir uns wohl auch in diesem Jahr wieder bewegen“, sagte der Fachmann im Ministerium. Im November waren in Bayern 197 000 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent, im Dezember des Vorjahres betrug sie 2,9 Prozent. Diese werde vermutlich unterboten, hieß es. Richtig durchschlagen wird die Winterarbeitslosigkeit dem Experten zufolge voraussichtlich erst im Januar.

Neben den Monatszahlen veröffentlicht die BA am Freitag auch die durchschnittliche Arbeitslosenzahl für das Gesamtjahr 2018. Im Jahr davor lag die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent und damit so niedrig wie nie. Auch für das abgelaufene Jahr dürften die Zahlen besonders gut ausfallen. Angesichts zurückhaltender Wachstumsprognosen von mehreren Wirtschaftsinstituten für 2019 erwartet der Experte, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im laufenden Jahr abkühlen wird.

Von RND/dpa