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Deutschland / Welt Worüber sprach Trump mit Putin?
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19:18 19.07.2018
US-Präsident Donald Trump und die Übersetzerin Marina Gross Quelle: AP
Washington

Wenn Übersetzer zu Kronzeugen ernannt werden, ist das Misstrauen mit Händen zu greifen. Tatsächlich ist das Unbehagen der US-Demokraten über die Außenpolitik des Präsidenten so groß, dass sie mit aller Macht jedes Detail des jüngsten Gesprächs zwischen Donald Trump und Wladimir Putin erfahren wollen.

Als vertrauenswürdigere Quelle als Trump gilt offenbar die Übersetzerin Marina Gross: Außenpolitiker Bob Menendez und mehrere andere Senatoren und Abgeordnete wollen die Mitarbeiterin vor dem Kongress zitieren, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen. Gab es womöglich geheime Absprachen zwischen den beiden Präsidenten? Wurde über die mutmaßliche Manipulation der US-Wahlen gesprochen?

Dementi und Revisionen im Weißen Haus

Tatsächlich schießen auch Tage nach dem Gipfeltreffen in Helsinki die Spekulationen ins Kraut, zumal sich der Chef des Weißen Hauses gleich mehrfach widersprüchlich äußerte. Hatte Trump am Montag noch betont, dass der Kremlherr ihm gegenüber jeden Zweifel über russische Wahlmanipulationen ausgeräumt habe, sprach er am Dienstag von einem Missverständnis. In einem TV-Interview zog er anschließend erneut die Grundlagen der NATO in Zweifel, als er laut über die Beistandsverpflichtung für das Neumitglieder Montenegro nachdachte.

Auch diese Aussagen wurde kurz darauf von seiner Sprecherin Sarah Sanders revidiert. Und schließlich verneinte Trump vor laufenden Kameras die Frage, ob Moskau die Wahlen in den USA weiterhin ins Visier nehme. Auch diese Aussage musste Sanders Stunden später korrigieren: „Er glaubt, dass Russland weiterhin auf die Wahlen in Amerika abzielt.“

Niemals vertrauliche Gespräche weitergeben

Angesichts des Durcheinanders drängen die Parlamentarier auf eine Klarstellung, ob Trump an den bisherigen Grundpfeilern der US-Außenpolitik festhält. Angesichts der Zwischenwahlen im November eine immer drängendere Frage, die auch unter den Parteifreunden Trumps für wachsende Nervosität sorgt.

Ob Gross die Frage beantworten kann, was sich am Montag hinter der verschlossenen Tür in Helsinki abspielte? Neben dem Präsidenten war sie jedenfalls die einzige Amerikanerin im Raum.

Fest steht: Die Dolmetscherin steht seit Jahren in den Diensten des US-Regierung und begleitete unter anderem die frühere First Lady Laura Bush ins südrussische Sotschi. Als Profi ist ihr allerdings auch der oberste Grundsatz ihrer Arbeit bewusst: Niemals vertrauliche Gespräche weitergeben, die sie zu übersetzen hatte.

Von Stefan Koch

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