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Deutschland / Welt Weißes Haus: Merkel und Trump kommen sehr gut miteinander aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Weißes Haus: Merkel und Trump kommen sehr gut miteinander aus
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06:58 31.05.2017
Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel in Taormina. Quelle: dpa
Washington

Nach dem indirekten Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel bemühen sich beide Seiten um Schadensbegrenzung. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, bezeichnete das Verhältnis Trumps zu Merkel als „ziemlich unglaublich“. Beide kämen sehr gut miteinander aus, antworte er auf die Frage eines Journalisten. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel erklärte, die schwierige Zeit im deutsch-amerikanischen Verhältnis müsse überwunden werden. Es sei nicht angemessen, einen Konflikt „zwischen Bierzelt und Twitter“ auszutragen.

Gabriel reagierte damit auf Aussagen Trumps im Kurznachrichtendienst, in denen er hart mit Deutschland ins Gericht ging. Am Sonntag hatte Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung der CSU in einem Bierzelt in München erklärt, Europa könne sich nicht mehr uneingeschränkt auf seine Partner verlassen. Das habe sie in den vergangenen Tagen erlebt. Damit spielte sie offenkundig auf ihre Treffen mit Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel und beim G7-Gipfel auf Sizilien an.

Donald Trump ist seit Jimmy Carter der erste US-Präsident, der in den ersten hundert Tagen seiner Amtszeit gar nicht im Ausland war. Deswegen wird seine erste Reise nun mit Spannung begleitet.

„Sehr schlecht für die USA“

Auch die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, betonte am Dienstag (Ortszeit) die Gemeinsamkeiten. Verbündete könnten sich weiterhin auf die USA verlassen, sagte sie dem Sender MSNBC. „Wenn es einen Politikwechsel geben würde, hätte der Präsident das gesagt“, betonte Haley.

Trump hatte am Dienstagmorgen seine Vorwürfe gegen Deutschland erneuert und massive Kritik am Handelsüberschuss der Bundesrepublik sowie deren aus seiner Sicht zu geringen Militärausgaben geübt. Der Republikaner fügte hinzu: „Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern.“ Möglicherweise reagierte Trump damit auf die Bierzelt-Bemerkungen Merkels.

Bevor er in der Schelte zum deutschen Handelsüberschuss auch den Begriff „bad“ benutzte, hat US-Präsident Donald Trump das Wort schon häufig benutzt. Wen und was er auf Twitter als „böse“, „schlecht“ oder „schlimm“ brandmarkte:

Auf die neuen Äußerungen Trumps ging die Kanzlerin dann nur noch indirekt ein. Die transatlantischen Beziehungen blieben von herausragender Bedeutung, sagte sie nach Aussagen von Teilnehmern bei einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Das heiße aber auch, dass bestimmte Dinge nicht unter den Tisch gekehrt werden könnten.

Von RND/dpa/are