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Deutschland / Welt „Wedel-Fall erweckt Eindruck eines Schweigekartells“
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09:18 30.01.2018
Familienministerin Katarina Barley hofft, dass viele betroffene Frauen im Fall Wedel den Mut finden, ihr Schweigen zu brechen. Quelle: dpa
Hannover

Die geschäftsführende Familien- und Arbeitsministerin Katarina Barley (SPD) hat harte Konsequenzen aus dem Fall Dieter Wedel gefordert. „Wenn sich die Anschuldigungen bestätigen, dann ist das ein Skandal, von dem sehr viele Menschen gewusst haben müssen“, sagte Barley dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ich hoffe sehr, dass jetzt viele Frauen den Mut finden, ihr Schweigen zu brechen. Wir brauchen endlich eine öffentliche Debatte über Sexismus und Gewalt gegenüber Frauen – unabhängig von dem einen prominenten Fall.“ Barley betonte, es gelte die Unschuldsvermutung. „Aber es ist eigenartig, dass hier so wenige von den vielen Weggefährten und aus der Branche Stellung beziehen. Das erweckt den Eindruck eines Schweigekartells. Ich erwarte hier gerade von den beteiligten öffentlich-rechtlichen Institutionen rückhaltlose Aufklärung.“

Barley bemängelte, dass es bei diesem Thema an gesellschaftlicher Courage fehle. „Gewalt im privaten Umfeld wird noch viel zu oft als privat angesehen – da wird dann häufig weggeschaut und nichts gesagt“, sagte sie dem RND. „Zudem werden in Deutschland Menschen, die sich einmischen, schnell als Denunzianten gebrandmarkt. Da läuft etwas in der öffentlichen Diskussion grundsätzlich falsch.“ Es gehe nicht um Einzelfälle, sagte die Familienministerin. „Sexismus und sexuelle Übergriffe haben mit einem strukturellen Machtungleichgewicht zu tun. Darüber müssen wir sprechen.“

Von RND

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