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Deutschland / Welt Von der Leyen fordert Aufklärung von Russland
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10:15 15.03.2018
„Wir nehmen das sehr, sehr ernst“: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zum Fall Skripal. Quelle: AP
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Berlin

Nach der Giftattacke auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in Großbritannien hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Russland dringend aufgefordert, zur Aufklärung dieses Verbrechens beizutragen. „Wir nehmen das sehr, sehr ernst“, sagte von der Leyen am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“.

Sie erinnerte an das Attentat auf den Ex-Agenten Alexander Litwinenko: Russland habe 2006 einen Spion in Großbritannien mit radioaktivem Material getötet. „Russland muss seinen Teil zur Aufklärung beitragen“, verlangte die CDU-Politikerin.

“Eine schaurige Waffe“

Von der Leyen zog eine Verbindung zum Engagement Russlands im Syrien-Krieg an der Seite des Präsidenten Baschar al-Assad: „Wir sehen, wie der Verbündete Assad Giftgas einsetzt. Russland ist der Verbündete von Assad. Deshalb ist es für Russland entscheidend aufzuklären, was dort geschehen ist.“ London wirft Moskau vor, für den Mordanschlag an dem Ex-Spion und dessen Tochter mit Nervengift in Südengland verantwortlich zu sein.

Die Bundesverteidigungsministerin sagte: „Das ist eine schaurige Waffe, die dort eingesetzt worden ist.“ Das Attentat sei ein „schwerer Bruch aller internationaler Abkommen, was Chemiewaffen angeht“. Und weiter: „Es ist eine schwere Gefährdung von unendlich vielen Unschuldigen.“ Sie werde am Donnerstagnachmittag mit ihrem britischen Amtskollegen Gavin Williamson telefonieren, der ihr Hintergründe zur Tat aufzeigen wolle.

23 russische Diplomaten müssen England verlassen

Großbritannien hat Strafmaßnahmen gegen Russland wegen der Giftattacke verhängt und unter anderem 23 russische Diplomaten zum Verlassen des Landes aufgefordert. Nun wird eine Reaktion Russlands erwartet.

Von dpa/RND

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