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Deutschland / Welt Ulrich Wickert: In Deutschland muss mehr Französisch unterrichtet werden
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ulrich Wickert: In Deutschland muss mehr Französisch unterrichtet werden
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15:47 22.01.2019
Publizist und Fernsehjournalist Ulrich Wickert Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Aachen

Der Publizist und Fernsehjournalist Ulrich Wickert, ausgewiesener Frankreich-Kenner und langjähriger Paris-Korrespondent der ARD, nahm an der Festveranstaltung zur Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrag in Aachen teil. Aus diesem Anlass beschreibt er für das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) seine Eindrücke und Gedanken über die Beziehungen zwischen den beiden Ländern:

„Das war gut. Das war gut, was in Aachen passiert ist. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel haben einen neuen deutsch-französischen Freundschaft Vertrag unterschrieben. Das war gut.

Wir brauchen eine gemeinsame Verteidigung

Natürlich wurde in den Reden immer wieder an Adenauer und de Gaulle erinnert. Und daran, dass sie auf den Tag genau vor 26 Jahren den Élysée-Vertrag unterschrieben haben. Aber schauen wir doch nach vorne: Es ist notwendig, dass Deutschland und Frankreich eine stabilisierende Rolle in Europa übernehmen. Das möchte dieser Vertrag.

Es ist wichtig, dass Deutschland und Frankreich zusammen wachsen. Das möchte dieser Vertrag. Was auch wichtig ist: dass wir ein gemeinsames Wirtschaftsrecht entwickeln. Denn die Unterschiede heute sind absurd. Dass wir eine gemeinsame Verteidigung aufbauen. Das wird schon allein dadurch billiger.

Das Arbeitsrecht muss angepasst werden

Ja, der Vertrag sieht vor, dass die Grenzregionen freier miteinander zusammenarbeiten können. Da gibt es Absurditäten: Das Arbeitsrecht muss angepasst werden, damit deutsche und französische Kindergärtnerinnen zusammenarbeiten können. Zum Beispiel im Saarland. Das geht heute noch nicht.

Ganz wichtig aber auch: die kulturelle Zusammenarbeit muss ausgebaut werden. Als allererstes muss in Deutschland mehr Französisch unterrichtet werden. Macron hat schon dafür gesorgt, dass in Frankreich mehr Deutsch gelernt wird. Und das ist vielleicht die kleine bittere Traube: Dieser Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich wurde in englischer Sprache ausgehandelt. Schwamm drüber: Der Vertrag ist gut.“

Lesen Sie weiter: Merkel, Disziplin und Bier: Das denken Franzosen über Deutschland

Von Ulrich Wickert

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