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Deutschland / Welt USA sprechen Sanktionen gegen Russland aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt USA sprechen Sanktionen gegen Russland aus
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21:46 15.03.2018
Wieviel Einfluss gab es bei seiner Wahl? US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago
Washington

Die USA haben Russland Hackerangriffe auf ihr Elektrizitätsnetz und andere kritische Infrastruktur vorgeworfen.

US-Sicherheitsbedienstete sagten, die Bundespolizei FBI, das Heimatschutzministerium und Geheimdienste seien zu dem Schluss gelangt, dass russische Geheimdienstmitarbeiter und andere Personen hinter einer Reihe von Cyberangriffen steckten, die vor einem Jahr begonnen hätten.

Zudem verhängte die Regierung Sanktionen gegen 19 Russen wegen mutmaßlicher Einmischung in die Präsidentschaftswahl.

Die Angreifer sollen Energie- und Luftfahrtbranche infiltriert haben

Die Sicherheitsbedienstete sagten, die Hacker seien in Computersysteme der Energie-, Atom-, Wasser-, Luftfahrt- und Fertigungsbranche eingedrungen. Sie hätten Netzwerke ausgespäht, die Schlüsselelemente der US-Wirtschaft kontrollierten.

Die US-Regierung habe den betroffenen Unternehmen geholfen, die Angreifer aus allen Systemen zu vertreiben, von denen bekannt sei, das sie infiltriert worden seien. Die Hacker hätten versucht, ihre Angriffe zu verschleiern, indem sie auf den betroffenen Computern Spuren löschten.

Das Heimatschutzministerium warnte die Energiewirtschaft auf seiner Internetseite vor den Hackerangriffen, bei denen es sich um eine mehrstufiges Eindringen von Cyberakteuren der russischen Regierung in die Netzwerke kleiner Betriebe gehandelt habe.

Sie hätten dort Schadsoftware installiert, um die Aktivitäten zu beobachten und in größere industrielle Kontrollsysteme einzudringen.

Sonderermittler klagt 13 Russen an

Das US-Finanzministerium begründete sein Vorgehen gegen die 19 Russen mit der Beschuldigung, das russische Militär und der Militärgeheimdienst GRU hätten versucht, Einfluss auf die Präsidentenwahl von 2016 zu nehmen. Militär und GRU seien auch „direkt verantwortlich“ gewesen für den NotPetya-Cyberangriff, der im Juni 2017 Unternehmen in Europa traf.

13 der mit Sanktionen belegten Personen sind von Sonderermittler Robert Mueller angeklagt worden, der die Rolle Russlands bei der Wahl untersucht, die Donald Trump zum Präsidenten machte. Zudem wurden fünf russische Unternehmen bestraft, darunter die Internet Research Agency.

Unternehmenswerte werden eingefroren

Laut US-Heimatschutzministerium hat die Internet Resarch Agency Informationen manipuliert mit dem Ziel, sich in den Wahlprozess und die Institutionen einzumischen oder diese zu unterminieren. Sie habe eine große Zahl falscher Online-Identitäten geschaffen und damit Tausende Anzeigen geschaltet, die Millionen Menschen im Internet erreicht hätten.

Zur Strafe werden mögliche Vermögenswerte der 19 Russen und fünf Unternehmen in den USA eingefroren und Amerikanern ist es nun verboten, mit ihnen Geschäfte zu betreiben. Auch der russische Geheimdienst FSB und sechs seiner Mitarbeiter sind betroffen.

Von AP/RND