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Deutschland / Welt Trump lässt Bushs Leichnam von Air Force One abholen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump lässt Bushs Leichnam von Air Force One abholen
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12:03 02.12.2018
Der ehemalige US Präsident George H.W. Bush im März 2012 in seinem Büro in Houston. Nun ist er im Alter von 94 Jahren gestorben. Quelle: dpa
Washington

US-Präsident Donald Trump lässt den Leichnam des verstorbenen Präsidenten George H. W. Bush in Texas von der Air Force One abholen. Trump sagte am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires, er und seine Delegation würden zunächst mit der Boeing 747 zurück nach Washington fliegen. Die Präsidenten-Maschine werde dann nach Houston geschickt, um Bushs Leichnam in die US-Hauptstadt zu bringen.

Trump nannte die Geste „eine besondere Ehrung, die er sehr verdient hat“. Trump wollte noch am Samstagabend (Ortszeit) aus Argentinien abreisen.

Der Leichnam Bushs soll von Montag an im US-Kapitol in Washington aufgebahrt werden. Das teilten der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und die Vorsitzenden der oppositionellen Demokraten in den beiden Kammern, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, mit. Am Montag um 17 Uhr Ortszeit sei eine Zeremonie beider Kammern des US-Parlaments geplant. Danach könnten Bürger bis Mittwoch Abschied vom Ex-Präsidenten nehmen.

Der Ex-Präsident und Präsidentenvater George H.W. Bush ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Sein Sohn, der spätere US-Staatschef George W. Bush, würdigte den Verstorbenen als einen Mann höchster Ideale und besten Vater, den man sich wünschen könne. Bilder aus seinem Leben.

Trump hatte den kommenden Mittwoch wegen Bushs Tod zum Nationalen Trauertag erklärt. Bundesbehörden bleiben an dem Tag geschlossen. Trump hatte außerdem angeordnet, die Flaggen am Weißen Haus, an allen öffentlichen Gebäuden in den USA und an US-Vertretungen sowie Militärbasen im Ausland für 30 Tage auf halbmast zu setzen.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte am Samstag mit, Donald Trump und First Lady Melania Trump, würden an der Trauerfeier für Bush in der Nationalen Kathedrale in Washington teilnehmen. Ein Staatsbegräbnis in den USA erstreckt sich über mehrere Tage.

+++ Lesen Sie hier unseren Nachruf auf George H. W. Bush.

+++ Wie die internationale Politik auf den Tod Bushs reagiert, erfahren Sie hier.

+++George H.W. Bush: Das waren seine letzten Worte

Dem Historiker Mark Updegrove zufolge hatte George H. W. Bush keine gute Meinung von Trump und wählte ihn bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 auch nicht – obwohl Trump der Kandidat seiner republikanischen Partei war. Trump war der Trauerfeier für Bushs Ehefrau Barbara ferngeblieben, die im vergangenen April gestorben war. Der Präsident ließ damals ausrichten, „aus Respekt vor der Bush-Familie“ nicht an der Zeremonie teilnehmen zu wollen.

Der Tod macht auch vor bekannten Persönlichkeiten nicht halt: Diese Prominenten sind 2018 schon von uns gegangen.

George H. W. Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der Vereinigten Staaten. Am Freitagabend war er im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Houston gestorben.

Auch in Deutschland wird des verstorbenen Präsidenten gedacht. Berliner und Besucher der Stadt können ab Montag ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Wie die diplomatische Vertretung des Landes am Samstag in Berlin mitteilte, wird am Montag und Dienstag in der Botschaft jeweils von 12 bis 16 Uhr ein Kondolenzbuch ausliegen. Die US-Botschaft in Berlin befindet sich am Pariser Platz in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor. Wer sich in das Kondolenzbuch eintragen will, soll den Eingang an der Rückseite in der Behrenstraße nutzen.

Berlins Regierender Bürgermeister betonte am Samstag die Bedeutung des früheren US-Präsidenten für die deutsche Wiedervereinigung. „Sein Tod erfüllt uns mit Trauer, es ist ein großer Verlust“, erklärte Michael Müller (SPD) am Samstag. Mit „Besonnenheit und scharfem Verstand“ habe Bush während seiner Regierungszeit die Vereinigten Staaten bis zum friedlichen Ende des Kalten Krieges geführt. „Berlin wird ihm seine klare Haltung zur Deutschen Einheit nicht vergessen.“

Von RND/dpa