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Deutschland / Welt Trump lässt Handelsstreit mit China eskalieren
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump lässt Handelsstreit mit China eskalieren
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06:31 19.06.2018
Baut eine weitere Drohkulisse gegen China auf: Präsident Donald Trump erwägte weitere massive Strafzölle auf chinesische Produkte. Quelle: dpa
Washington

Im Streit um neue Regeln im Welthandel geht es Schlag auf Schlag. Am Montagabend (Ortszeit) kündigte Donald Trump weitere Strafzölle gegen China an, sollte Peking seinerseits Vergeltungen in Gang setzen. Nach den bisher geplanten Zöllen auf Produkte im Wert von mehr als 40 Milliarden Euro ist nun von einer zweiten Runde die Rede, bei der Produkte im Wert von 180 Milliarden betroffen wären.

Wie es in Hintergrundgesprächen in Washington heißt, hatte das Weiße Haus offenbar nicht mit einer entschlossenen Reaktion aus Peking gerechnet: „Dass die Gegenmaßnahmen die eigenen Wirtschaft quasi zeitgleich trifft, hatten die Wirtschaftsexperten nicht erwartet“, sagt ein leitende Mitarbeiterin der Administration.

Trumps Handelsberater Robert Lighthizer und Peter Navarro hätten in den vergangenen Wochen stets davon gesprochen, dass eine Eins-zu-Eins-Vergeltung eher unwahrscheinlich sei. Im übrigen würde die chinesische Wirtschaft stärker unter den Zöllen leiden als die amerikanische.

Gegenzölle treffen Landwirte massiv

Die Zweifel an diesen Prognosen wachsen seit Montagabend massiv: Vor allem die chinesischen Gegenzölle auf Soja, Rindfleisch und Meeresfrüchte wie Hummer treffen Landwirte, Fischzuchtbetriebe und Fischer massiv - ausgerechnet eine Klientel, die zu den allerersten Unterstützern zählt.

Offiziell zeigt sich das Weiße Haus unbeirrt: Die Situation sei nicht akzeptabel. Chinesische Firmen würden High-Tech-Wissen von US-Unternehmen stehlen und sich einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Aus diesem Grund seien zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von mehr als 40 Milliarden Euro erlassen worden.

Zugleich heben Spitzenpolitiker wie Finanzminister Steven Mnuchin ihre Verhandlungsbereitschaft hervor und betonen, dass es gute Gespräche mit Peking gebe. Tatsächlich hatte die Regierung in Peking zunächst erwogen, mit etwa 60 Milliarden Euro in den USA auf Einkaufstour zu gehen. Ob diese Goodwill-Tour Bestand ist, darf seit Montagabend bezweifelt werden: Auf die angekündigten 40 Milliarden an Gegenzöllen sollen nun Zölle auf Produkte im Wert von 180 Milliarden erlassen werden - und im Zweifelsfall denken die Hardliner um Navarro sogar an eine dritten Runde im Handelskrieg.

Ob die Rechnung der Handelsberater aufgeht, ist keineswegs gesichert: Die Zwischenwahlen zum Kongress finden Anfang November statt - und allem Anschein nach dürften die negativen Auswirkungen des beginnenden Handelskrieges dann längst zu spüren sein.

Von Stefan Koch/RND

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