Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Trump: Nächste Verbalattacke auf seinen Justizminister Sessions
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump: Nächste Verbalattacke auf seinen Justizminister Sessions
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:11 20.09.2018
US-Präsident Donald Trump (l.) und Justizminister Jeff Sessions. Quelle: Evan Vucci/AP/dpa
Washington

US-Präsident Donald Trump hat seinem Missfallen über seinen Justizminister Jeff Sessions mit neuen Verbalattacken Ausdruck verliehen. „Ich habe keinen Generalstaatsanwalt“, erklärte Trump am Mittwoch in einem Interview des Senders Hill-TV über Sessions. Er sei „so traurig“ wegen seines Ministers. Den Zorn des Präsidenten hatte Sessions im vergangenen Jahr mit dem Entschluss auf sich gezogen, sich wegen Befangenheit aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre zurückzuziehen. Seitdem keilt Trump wiederholt gegen den Justizminister, der auch Generalstaatsanwalt ist.

In dem Interview im Oval Office ließ der Präsident durchblicken, dass er von Anfang an wenig von Sessions gehalten habe. „Er war der erste Senator, der mich unterstützte. Und er wollte Generalstaatsanwalt werden, und das habe ich nicht gesehen“, sagte Trump. „Dann ging er durch den Nominierungsprozess und schnitt sehr schlecht ab. Ich meine, er war durcheinander und verwirrt, und die Leute, die mit ihm lange Zeit im Senat zusammenarbeiteten, waren nicht nett zu ihm.“ Bei seiner Anhörung im Nominierungsprozedere habe Sessions aber sehr wirre Antworten gegeben. „Antworten, die sich leicht beantworten ließen“, sagte Trump wörtlich.

Stunden später schwächte Trump seine Kritik an Sessions ab

Zudem deutete er an, dass Sessions' schwierige Bestätigung im Senat später seine Leistung als Minister beeinträchtigt habe. Sessions war vor seiner Bestätigung als Justizminister jahrelang Senator von Alabama.

Stunden später schwächte Trump seine Kritik im Gespräch mit Reportern im Weißen Haus etwas ab. Vom Sessions sei er aus unterschiedlichen Gründen enttäuscht – „aber wir haben einen Generalstaatsanwalt“, sagte er. Trump hat mehrmals erklärt, dass er Sessions' Rückzug aus den Russland-Ermittlungen für unnötig hält. Der Schritt hat aus Sicht des Präsidenten zum Teil zur Berufung des Sonderermittlers Robert Mueller geführt, der mögliche Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland prüft.

Richtlinien des Justizministeriums legten nahe, dass sich Sessions wegen seiner eigenen Kontakte mit ausländischen Regierungsvertretern im Wahlkampf 2016 nicht in die Ermittlungen zur Russland-Affäre einmischen sollte. Dem Kongress sagte Sessions damals, seine Entscheidung habe er nicht wegen eines Fehlverhaltens getroffen.

Von RND/AP