Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Tote bei Protesten in Bangkok

Thailand Tote bei Protesten in Bangkok

Bei den seit dem Wochenende andauernden Straßenkämpfen in Bangkok kam es zu den ersten Todesopfern. Mehr als 100 Menschen wurden nach Angaben der thailändischen Rettungskräfte verletzt, als die Proteste von Regierungsgegnern eskalierten.

Voriger Artikel
Nordkorea will Gespräche über Atomprogramm beenden
Nächster Artikel
Maoistische Anschläge und Boykottaufrufe überschatten Wahl

Der Protest eskaliert: Bei Schießereien sterben zwei Menschen.

Quelle: Pornchai Kittiwongsakul/afp

Am Sonnabend hatten Oppositionelle den ASEAN-Gipfel im Badeort Pattaya gestürmt und die anwesenden Staats- und Regierungschefs zur Flucht gezwungen.

Bei einer Auseinandersetzung mit „Rothemden“ seien drei Anwohner von Kugeln getroffen worden, sagte ein Regierungsvertreter. Ein 54-Jähriger sei im Krankenhaus gestorben. Ein 19-Jähriger starb bei einer weiteren Schießerei. Zuvor war die Zahl der Verletzten mit 101 beziffert worden.

Die „Rothemden“, wie die Anhänger des 2006 abgesetzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra genannt werden, lieferten sich am Montag in Bangkok ein Katz- und Maus-Spiel mit Soldaten. Immer wieder wurden Demonstranten auseinandergetrieben und versammelten sich an anderen Orten erneut.

Die Armee gab mehrmals Warnschüsse ab und setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein, die ihrerseits Steine und Molotow-Cocktails auf die Sicherheitskräfte schleuderten. Regierungsgegner setzten mehrere Busse in Brand oder lenkten gestohlene Busse in Soldatengruppen.

Regierungschef Abhisit Vejjajiva wies die Behauptung des im Exil lebenden Thaksin zurück, die Regierung verschweige den Tod vieler Demonstranten. Nachdem er seine Anhänger vorher wiederholt zu einer „Volksrevolution“ aufgerufen hatte, mahnte Thaksin im TV-Sender CNN nun zum Gewaltverzicht.

Die Armee verstärkte ihre Präsenz am Amtssitz von Abhisit, wo sich nach Angaben eines Offiziers etwa 4000 Oppositionelle aufhielten. In der Nähe ging ein Gebäude des Bildungsministeriums in Flammen auf. Abishit verkündete dennoch am Abend, die Kampagne der Rückkehr zur Ordnung sei „fast abgeschlossen“.

Armeechef Songkitti Jaggabatara sagte, die Streitkräfte würden alle durch den Ausnahmezustand erlaubten Maßnahmen ergreifen, um wieder Ruhe herzustellen. Die Armee wolle vermeiden, Gewalt gegen Landsleute anzuwenden. „Aber wir behalten uns unser Recht auf Nutzung unserer Waffen zur Selbstverteidigung vor.“

Abhisit hatte am Sonntag den Ausnahmezustand für Bangkok ausgerufen, nachdem die Demonstrationen immer gewaltsamer wurden. Die Armee schickte Panzer in die Straßen der Hauptstadt, griff aber erst Montag ein. Häfen, Flughäfen und Bahnhöfe wurden nach Regierungsangaben seit Montag verstärkt gesichert.

Am Sonnabend hatte Abhisit vorübergehend über den Badeort Pattaya den Ausnahmezustand verhängt, nachdem dort hunderte Regierungsgegner mit der Erstürmung des Veranstaltungsortes den Abbruch des Gipfels der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) erzwungen hatten. Die Staats- und Regierungschefs verließen den Ort fluchtartig.

Die EU reagierte „sehr besorgt“ auf die Zusammenstöße. Angesichts der politischen Unruhen warnten zahlreiche Staaten ihre Landsleute vor Reisen nach Thailand. Das Auswärtige Amt in Berlin riet von nicht notwendigen Fahrten in das Urlaubsland ab. Weitere Informationen vom Auswärtigen Amt finden Sie hier.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung

Termine

Alle Veranstaltungen in Peine, Gifhorn, Wolfsburg und Hannover

PAZ E-Paper-App

Die Peiner Allgemeine Zeitung für Tablets und Smartphones

Probeabo

Zwei Wochen lang täglich kostenlos die PAZ lesen

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr