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Deutschland / Welt Tausende strömen zu Fillons Kundgebung
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20:09 05.03.2017
Mit einer Großkundgebung hat der angeschlagene französische Präsidentschaftskandidat François Fillon um sein politisches Überleben gekämpft. Quelle: imago
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Paris

Vor Tausenden Anhängern hat der durch Korruptionsvorwürfe angeschlagene François Fillon seine Kandidatur für das französische Präsidentenamt bekräftigt. In einer Rede vor der Kulisse des Eiffelturms forderte der Konservative am Sonntag seine Wähler auf, trotz der laufenden Ermittlungen zu ihm zu halten. Seine Anhänger tauchten den Platz in ein Meer französischer Fahnen und riefen „Fillon, Präsident!“. Es gab aber auch Gegendemonstrationen.

Fillon wird vorgeworfen, seine Frau und zwei damals noch studierende Kinder im Parlament und damit auf Kosten des Steuerzahlers scheinbeschäftigt zu haben. Die Affäre hat den einstigen Mitfavoriten für die Wahl in Umfragen abstürzen lassen; derzeit liegen der moderate Kandidat Emmanuel Macron und die rechte Kandidatin Marine Le Pen vorn. Wegen der Ermittlungen wandten sich auch Mitglieder seines Wahlkampfteams und konservative Politiker von Fillon ab. Der als Saubermann angetretene Ex-Premier stritt die Vorwürfe aber vehement ab und weigerte sich, die Kandidatur für die Republikaner abzugeben.

Juppé wird als möglicher Ersatzkandidat gehandelt

In seiner Rede griff der Präsidentschaftskandidat jene an, die ihm den Rücken gekehrt hatten. Er habe zwar Fehler gemacht, indem er seine Frau angestellt und nicht klar darüber gesprochen habe. Die Vorwürfe, dass sie für ihr Geld über Jahre hinweg gar nicht gearbeitet habe, seien aber ein politisch motivierter Angriff in Wahlkampfzeiten, sagte Fillon.

Fillons Frau Penelope, die ihm Zentrum der Kontroverse steht, erschien mit ihrem Mann zur Kundgebung und schwenkte eine französische Flagge. Sie hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Zeitungsinterview Fillon aufgerufen, im Rennen zu bleiben.

Für den Fall, dass Fillon aufhört, wollen viele Konservative, dass statt ihm Alain Juppé bei der Wahl im April und Mai antritt. Am Montagabend wollen die Republikaner bei einer Parteiversammlung über die Lage beraten. Fillon hatte sein politisches Schicksal praktisch damit verknüpft, wie viele Anhänger zu der Kundgebung an der Place du Trocadéro erscheinen.

Die versammelte Menge war groß, aber nicht riesig. Dutzende Busse karrten vor allem ältere Anhänger Fillons aus dem ganzen Land nach Paris. Die Veranstalter sprachen von 200.000 Teilnehmern, der Sender BFMTV meldete unter Berufung auf eine Polizeiquelle dagegen 35.000 bis 40.000 Menschen.

Von AP/dpa/RND

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