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„Porno-Chic“

Stephanie zu Guttenberg kritisiert Sexualisierung der Gesellschaft

„Teenager, die heute an einem ganz normalen Tag MTV schauen, sehen Britney Spears an einer Striptease-Stange in Slip und BH", kritisiert Stephanie zu Guttenberg, die Frau von Bundesverteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg, in einem Buch, dass Kinder durch den „Porno-Chic“ vieler Popstars ein verzerrtes Bild von Sexualität bekommen.
Stephanie zu Guttenberg engagiert sich gegen Kindesmissbrauch.

Stephanie zu Guttenberg engagiert sich gegen Kindesmissbrauch.

© Rainer Dröse (Archiv)

Stephanie zu Guttenberg (33) warnt davor, dass Kinder durch den „Porno-Chic“ vieler Popstars ein verzerrtes Bild von Sexualität bekommen. „Teenager, die heute an einem ganz normalen Tag MTV schauen, sehen zum Beispiel: Die Sängerin Rihanna im durchsichtigen Ganzkörper- Spitzenanzug mit Leder-Schaftstiefeln und Leder-Handschuhen, Christina Aguilera in einem Latex-Korsett mit Nietenarmbändern, Britney Spears an einer Striptease-Stange in Slip und BH“, schreibt die Frau von Bundesverteidigungsminister Karl- Theodor zu Guttenberg in einem Buch, aus dem die „Bild“-Zeitung (Montag) Auszüge druckte.

Ihrer Meinung nach gibt es einen Zusammenhang zwischen der Sexualisierung der Gesellschaft und sexueller Gewalt. Die suggestiven, stark sexuell aufgeladenen Bilder erschwerten eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper und eine gute Wahrnehmung der eigenen Grenzen. Vor allem Selbstbewusstsein und ein Gefühl für eigene Grenzen könnten helfen, Missbrauchssituationen schneller als solche zu erkennen.

Guttenberg ärgert sich auch über Rapper Bushido und Bernd Eichingers Filmbiografie „Zeiten ändern dich“. „Als Mutter zweier Töchter frage ich mich immer wieder: Wie kann es sein, dass so offensichtlich frauenverachtende Männer wie Bushido mit Preisen geehrt und mit Biopics bedacht werden?“

Guttenberg engagiert sich gegen Kindesmissbrauch und ist Präsidentin der deutschen Sektion des Vereins „Innocence in Danger“. Ihr Buch „Schaut nicht weg! Was wir gegen sexuellen Missbrauch tun müssen“ (Kreuz Verlag) stellt sie am Mittwoch in Berlin vor.

dpa


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