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Deutschland / Welt Sozialverbände fordern Nachbesserungen beim Familiennachzug
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05:02 31.07.2018
Ab August dürfen 1000 Familienangehörige von Migranten monatlich nachkommen. Quelle: dpa
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Berlin

Die Sozialverbände Diakonie, Caritas und Deutsches Rotes Kreuz haben die Regelungen zu dem am Mittwoch in Kraft tretenden Nachzug von monatlich 1000 Flüchtlingen zu Angehörigen in Deutschland scharf kritisiert und rufen die Bundesregierung zu Nachbesserungen auf. „Humanitäre Schutzbedürftigkeit und eine starre Kontingentlösung halten wir für miteinander nicht vereinbar“, sagte das Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Angesichts von 34.000 Terminvereinbarungen für Anträge zum Familiennachzug subsidiär Schutzberechtigter bei den Auslandsvertretungen ist unklar, wie die 1000 Personen monatlich ausgewählt werden sollen“, betonte Loheide. Als „völlig unzumutbar“ kritisierte die Diakonie, dass der Kompromiss von Union und SPD bei unbegleiteten minderjährigen Schutzberechtigten lediglich den Elternnachzug vorsieht und nicht auch den von Geschwisterkindern. „Das bedeutet, dass sich Eltern entscheiden müssen, ob sie ihr Kind in Deutschland oder ihre Kinder im Herkunftsland allein lassen oder ob sie sich trennen“, beklagte Loheide.

Migranten brauchen eine Zukunftsperspektive

Der deutsche Caritas-Verband stufte die Zahl von monatlich 1000 einreisenden Flüchtlingen als zu niedrig ein. „Unsere Erfahrung zeigt, dass es für alle schutzberechtigten Menschen aus humanitärer wie auch integrationspolitischer Sicht unverzichtbar ist, als Familie zusammenleben zu können“, heißt es in einer Stellungnahme, die dem RND vorliegt. Hier lebende Migranten bräuchten eine Zukunftsperspektive. „Wer ständig in Sorge um seine Frau oder seine Kinder lebt, für den ist Integration häufig erschwert“, heißt es bei der Caritas.

Auch das Deutsche Rote Kreuz sieht hohe Hürden für den Zuzug von Angehörigen: „Die relativ aufwendigen Verfahrensabläufe zwischen Auswärtigem Amt, Bundesverwaltungsamt und Ausländerbehörden müssen sehr gut koordiniert werden, um eine zügige Bearbeitung der Anträge sicherzustellen“, sagte der DRK-Generalsekretär und Vorstandsvorsitzende Christian Reuter dem RND. Zudem seien die Anforderungen an Flüchtlinge schwer umsetzbar: „Eine Herausforderung stellt vielfach der verlangte Nachweis über das Vorliegen von humanitären Gründen dar. Das gilt zum Beispiel, wenn Atteste für Krankheiten direkt in Syrien beschafft werden müssen“, sagte Reuter.

Von RND/Marina Kormbaki

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