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Deutschland / Welt Solinger Kirchengemeinde verhindert Abschiebung von Iraner
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Solinger Kirchengemeinde verhindert Abschiebung von Iraner
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16:22 07.01.2019
Luftaufnahme von der Innenstadt in Solingen. Quelle: picture alliance / blickwinkel/U
Solingen

Eine evangelische Kirchengemeinde hat in Solingen die geplante Abschiebung eines jungen Iraners verhindert. Er hatte sich dort vor zehn Monaten ins Kirchenasyl geflüchtet, wie die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde berichtete.

Dem jungen Christen drohe im Iran Verfolgung, argumentiert die Gemeinde. Sie hatte als Reaktion auf den angekündigten Abschiebetermin für Montagmorgen um 5.00 Uhr zu einer Morgenandacht aufgerufen. Nach Angaben der Polizei kamen 100 Menschen. Es sei friedlich geblieben.

Der Pfarrer der Gemeinde habe sich auf sein Hausrecht berufen und den Mitarbeitern der Ausländerbehörde Wesel den Zugang verweigert, sagte eine Sprecherin des Kreises Wesel. Der Iraner habe zudem nicht freiwillig herauskommen wollen. Die Behördenvertreter kündigten laut „Solinger Tageblatt“ an, mit einem Durchsuchungsbefehl wiederkommen zu kommen.

Kirchengemeinde bewegt sich in rechtlicher Grauzone

Der Iraner lebt seit Frühling vergangenen Jahres im Gemeindehaus in Höhscheid und wird dort von den Gemeindemitgliedern versorgt. Zuvor lebte er in einer Flüchtlingsunterkunft in Solingen, berichtet die Zeitung. Als dem 27-Jährigen die Abschiebung drohte, soll er sich über einen Bekannten mit der Bitte um Kirchenasyl an die Gemeinde gewand haben. Pfarrer Christian Lerch habe sich nach einer ausführlichen Diskussion im Presbyterium dazu entschlossen, ihm Kirchenasyl zu gewähren.

Lesen Sie auch: Nach 15 Monaten Kirchenasyl: IS-Flüchtling darf bleiben

Er wisse, dass sich die Gemeinde in einer „rechtlichen Grauzone“ befinde. Sie halte sich aber an eine generelle Abmachung für solche Fälle zwischen der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Landesregierung.

Der Asylantrag des Iraners wurde dem Bericht zufolge am 25. August 2017 abgelehnt. Damit ist die Abschiebung möglich.

Von RND/dpa/ngo

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