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Deutschland / Welt So reagiert der Bund auf die Niedersachsen-Wahl
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21:33 15.10.2017
Martin Schulz gratuliert Stephan Weil zum Wahlsieg Quelle: dpa
Berlin

Einen nicht für möglich gehaltenen Wahlsieg fuhren die Sozialdemokraten ein. Nach einer Hochrechnung der ARD um 20.56 Uhr kam die SPD auf 37,1 Prozent. Die lange Zeit favorisierte CDU landet bei 33,7 Prozent. Drittstärkste Kraft werden die Grünen (8,9 Prozent). Die FDP holt 7,3 Prozent. Die AfD schafft den Einzug in den Landtag (6,1 Prozent), die Linke muss draußen bleiben (4,6 Prozent). Damit liegt eine Fortsetzung der Rot-Grünen Regierungskoalition wieder in greifbarer Nähe. Ohne Überhangmandate liegt die absolute Mehrheit bei 68 Sitzen. SPD und Grüne kommen derzeit auf 67 Mandate. Es bleibt also bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis spannend.

Mit Ministerpräsident Stephan Weil feiert die niedersächsische SPD den ersten Wahlsieg seit 1998. Freude im Willy-Brandt-Haus, Entsetzen hingegen in der Parteizentrale der CDU. Aus Berlin folgen die ersten Reaktionen auf die vorläufigen Wahlergebnisse.

„Ich selber hätte mir natürlich persönlich ein besseres Ergebnis für die christlich-demokratische Union hier in Niedersachsen gewünscht“, sagte CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann auf der Wahlparty in Hannover. CDU-Generalsekretär Peter Tauber zeigte sich eher unbeeindruckt von dem Rückschlag im Nordwesten: „Dieses Jahr hat gezeigt, dass Landtagswahlen Landtagswahlen sind“, kommentierte er das Ergebnis im Konrad-Adenauer-Haus.

Bei der SPD ist die Freude hingegen ungebremst. Martin Schulz sprach vor jubelnden Parteigenossen in Berlin: „Das ist ein großartiger Sieg für die niedersächsische SPD.“

Der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hofft auf eine Fortsetzung der rot-grünen Regierung. Seine Partei habe eine fulminante Aufholjagd hingelegt. „Noch ist Rot-Grün nicht am Ende“, sagte er in der ARD.

FDP schließt Ampel-Koalition aus

Für die FDP steht bereits fest, dass eine Ampel-Koalition mit SPD und Grünen nicht in Frage kommt. Das betonte FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki unmittelbar nach den ersten Hochrechnungen. „Es wird dabei bleiben, es wird mit den Freien Demokraten keine Ampel geben, und zwar jetzt nicht und auch im Laufe des Abends nicht und im Laufe der nächsten Tage nicht“, sagte Kubicki in der ARD.

Bei den Grünen gratulierte Fraktionsvorsitzende Karin Göring-Eckhart ihrer Partei trotz großer Verluste zum zweitbesten Ergebnis seit Bestehen in Niedersachsen.

Enttäuschung hingegen bei der Linkspartei. „Wir hätten mehr erwartet und wären enttäuscht, wenn wir nicht in den Landtag kommen“, sagte der Bundesvorsitzende Bernd Riexinger am Sonntagabend.

Die AfD schiebt ihr Abschneiden auf die Dominanz der großen Parteien: „Wir haben hier sehr schwierige Bedingungen für alle kleineren Parteien gehabt durch diesen stark auf die beiden Parteien CDU und SPD fokussierten Wahlkampf“, sagte Parteichef Jörg Meuthen dem ZDF.

Von RND/dpa/mkr

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