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Deutschland / Welt Andrea Nahles ist jetzt neu bei Twitter
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Andrea Nahles ist jetzt neu bei Twitter
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19:55 23.11.2018
SPD-Chefin Andrea Nahles ist seit Neuestem auch auf Twitter. Quelle: Screenshot
Berlin

Sie hat sich lange geweigert, doch am Ende konnte auch Andrea Nahles dem Reiz der sozialen Medien nicht widerstehen: Seit Freitagnachmittag ist die SPD-Chefin beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv. In ihrem ersten Tweet feierte Deutschlands oberste Sozialdemokratin ihre Partei für deren Erfolge der Digitalisierung der Schulen und fügte mit einem kleinen Augenzwinkern hinzu: „Doch nicht nur die Schulen werden digitaler: Hallo, Twitter!“

Die Chefin habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, jetzt sei es einfach mal an der Zeit gewesen, heißt es in Nahles’ Umfeld. Die Neu-Zwitscherin werde in den meisten Fällen höchst persönlich zum Handy greifen, um den Kanal @AndreaNahlesSPD zu bespielen. Und falls aus Zeit- oder technischen Gründen doch mal das Team auf den „Twittern“-Button drückt, sollen die Sätze von Nahles selbst stammen. Es werde „Andrea pur“ geben, lautet das Versprechen. Manch einer in der SPD könnte das auch als kleine Drohung empfinden, ist die Parteivorsitzende doch für ihre öffentlichen Auftritte genauso berühmt wie berüchtigt.

Als Twitter-Neuling befindet sich die SPD-Chefin in bester Gesellschaft

Nahles hat den Kurznachrichtendienst zwar spät für sich entdeckt, befindet sich damit aber in prominenter Gesellschaft. CDU-Vorsitzenden-Kandidat Friedrich Merz twittert auch erst seit wenigen Tagen, der scheidende CSU-Chef Horst Seehofer seit Sommer. Und von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist bis heute kein Tweet bekannt.

Obwohl Andrea Nahles bislang nicht getwittert hat, war sie auf dem Kurznachrichtendienst dennoch präsent – in Form mehrerer Fake- und Satire-Accounts. Mehrfach waren auch seriöse Medien auf diese Accounts hereingefallen, zuletzt das ARD-Morgenmagazin, das Anfang September eine Nachricht des Nutzers @VorsitzNahles für bare Münze genommen hatte. „Wenn Sie mir alle Ihr Ehrenwort geben, dass Sie bei Neuwahlen SPD wählen, gehe ich heute noch ins Kanzleramt und lasse die Koalition platzen, wenn Frau Merkel die Herren Seehofer und Maaßen nicht unverzüglich entlässt“, hatte der Satire-Account getwittert – und es damit prompt ins Fernsehprogramm geschafft.

Ein kleiner Seitenhieb vom früheren Parteisprecher

In der SPD freut sich mancher, dass solche Verwechslungen von nun an der Vergangenheit angehören. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, selbst schon seit 10 Jahren bei Twitter aktiv, hieß die Chefin herzlich willkommen. Andere prominente Sozialdemokraten wie Thomas Oppermann und Katarina Barley schlossen sich an. Der frühere Parteisprecher Tobias Dünow gönnte sich dagegen einen kleinen Seitenhieb: „Mit uns zieht die neue Zeit“ kommentierte er den Social-Media-Start. Eine Reminiszenz an den SPD-Parteitagsklassiker „Wann wir schreiten Seit an Seit“. Und eine kleine Frotzelei, wie sie bei Twitter fast schon zum guten Ton gehört. Da immerhin wird Nahles sich nicht umstellen müssen.

Von Andreas Niesmann/RND

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