Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Rohingya-Miliz will Feuerpause wieder beenden
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Rohingya-Miliz will Feuerpause wieder beenden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 07.10.2017
Noch immer fliehen zahlreiche Rohingyas aus der Provinz Rakhine, wie hier über einen Grenzfluss, ins Nachbarland Bangladesch.  Quelle: Arakan Rohingya National Organization/AP
Anzeige
Rangun

 In Myanmar endet in der Nacht zu Dienstag die einseitig ausgerufene Feuerpause der Rohingya-Miliz Arsa. Das teilte die Rebellengruppe am Samstag per Twitter mit. Sie erklärte dabei ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes mit der Regierung. Gleichzeitig erklärten die Aufständischen, sie seien „entschlossen, die Tyrannei und die Unterdrückung gegen das Volk der Rohingya zu stoppen“.

Die Arsa-Miliz hatte die einseitige Waffenruhe am 9. September ausgerufen, um die humanitäre Hilfe für die verfolgten Rohingya in der Krisenregion Rakhine nicht zu behindern. Myanmars Armee hatte dagegen bekräftigt, dass sie nicht mit „Terroristen“ verhandeln werde. Der Konflikt im Westen Myanmars war wieder aufgeflammt, nachdem sich die Arsa-Miliz Ende August zu Angriffen auf Dutzende Polizei- und Armeeposten bekannt hatte. Die Armee reagierte auf die Attacken mit brutaler Gegengewalt, in deren Zuge nach offiziellen Angaben Hunderte Menschen getötet und zahlreiche Dörfer niedergebrannt wurden.

Noch Anfang Oktober vermittelten Regierungsvertreter Bangladeschs und Myanmars ein Signal der Hoffnung, weil sie in gemeinsamen Gesprächen einen Ausweg aus der Krise finden wollten.

Nach UN-Schätzungen sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Angehörige der muslimischen Volksgruppe über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Zahlreiche Rohingya sind auch innerhalb Myanmars auf der Flucht.

Sowohl die Vereinten Nationen als auch Menschenrechtsorganisationen werfen Myanmar Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen in den Rohingya-Gebieten vor. Die Armee sowie De-Facto-Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Von RND/epd

Die Türkei hat mit der militärischen Offensive auf die Rebellenprovinz Idlib im Norden Syriens begonnen. Präsident Erdogan sprach von einer „ernsthaften Operation“. Das türkische Militär ist an der Grenze zum Nachbarstaat in Stellung gegangen. Idlib gilt als letzte Region in Syrien unter Kontrolle einer radikal-islamistischen Rebellengruppe.

07.10.2017

Die Abspaltungsbestrebungen der kurdischen Bevölkerung im Norden des Irak hat die Regierung aufgeschreckt. Nun hat das Außenministerium des Nahost-Staates seine beiden Nachbarländer Türkei und Iran um die Schließung der Grenzen zu den kurdischen Autonomiegebieten gebeten.

07.10.2017

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erstmals offiziell Treffen mit FDP und Grünen über eine Jamaika-Koalition angekündigt. Es werde schwierige Verhandlungen geben, aber es gehe darum, eine verlässliche Regierung zu bilden, sagte Merkel am Samstag beim Bundestreffen der Jungen Union in Dresden.

07.10.2017
Anzeige