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Deutschland / Welt Maas reagiert gelassen auf US-Forderungen an Iran
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Maas reagiert gelassen auf US-Forderungen an Iran
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08:40 22.05.2018
Bundesaußenminister Heiko Maas, SPD. Quelle: imago/photothek
Washington

Im Atomstreit mit Teheran hat die US-Regierung von Präsident Donald Trump eine Reihe von teils drastischen Forderungen an den Iran gestellt. Diese sollten in einem neuen Atomabkommen berücksichtigt werden, mit dem der Deal aus der Ära von Ex-Präsident Barack Obama ersetzt werden müsse, sagte Chefdiplomat Mike Pompeo am Montag.

Sollte die iranische Regierung beim Militär und seinem Engagement in der Region keinen Kurswechsel vollziehen, drohten ihrem Land die „stärksten Sanktionen der Geschichte“.

Deutschland zeigt sich noch unbeeindruckt

Während aus dem Iran Kritik an Pompeos Worten kam, setzte Deutschland zunächst auf Gelassenheit und Diplomatie. Außenminister Heiko Maas erklärte zum Abschluss eines G20-Außenministertreffens in Argentinien, er werde nach Washington reisen und am Mittwoch direkt mit dem Chef des State Departments reden.

Der Iran sei im weiteren Sinne in der Nachbarschaft, und da es derzeit keine bessere Alternative gebe, wolle Deutschland das Atomabkommen nicht verlassen. Ein iranisches Atomwaffenprogramm berühre „unmittelbar die deutschen Sicherheitsinteressen und die Sicherheitsinteressen von ganz Europa.“

Pompeos Rede habe die deutsche Regierung darüber hinaus nicht überrascht. Sie enthalte „viele Elemente“ der bisherigen Ansagen von US-Präsident Donald Trump, so Maas.

Die EU will weiter an dem Iran-Abkommen festhalten

Der iranische Präsident Hassan Ruhani verurteilte die Ansprache des US-Außenministers indes als inakzeptabel. Sein Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bezeichnete die US-Diplomatie als „Schwindel“. Sein Land werde weiter mit den Europäern zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden, schrieb er auf Twitter.

Heftige Kritik kam auch von der EU. „Die Rede von Minister Pompeo hat nicht deutlich gemacht, wie der Rückzug aus dem Atomabkommen die Region sicherer gemacht hat oder machen soll“, hieß es in einer Stellungnahme der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

Von dpa/RND

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