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Deutschland / Welt Polizei geht mit Tränengas gegen Demonstranten vor
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10:59 26.10.2017
Demonstranten protestieren im Kibera Slum in Nairobi. Quelle: dpa
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Nairobi

Trotz Protesten und Boykottaufrufen hat am Donnerstag die Wiederholung der Präsidentenwahl in Kenia begonnen. Viele Wahllokale öffneten am Morgen aus Sicherheitsbedenken allerdings gar nicht erst, im Vergleich zur Abstimmung im August waren weniger Bürger auf den Straßen zu sehen. In Oppositionsgebieten kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Vielerorts warfen Demonstranten am Donnerstagmorgen mit Steinen auf Polizisten, im Armenviertel Kibera in der Hauptstadt Nairobi setzte die Polizei Tränengas gegen Oppositionsanhänger ein. In der Großstadt Kisumu im Westen des Landes legten Unterstützer der Opposition Brände und blockierten Straßen. „Wir werden nicht wählen gehen und wir werden das nicht erlauben“, sagte Oppositionsanhängerin Olga Onyanga in Kisumu.

Viele Kenianer hoffen auf den Frieden

In Gebieten, in denen Präsident Kenyatta Unterstützung genießt, ging der Wahlvorgang voran. Doch auch hier traten augenscheinlich weniger Wähler an die Urnen als im August. In Kenyattas Heimatstadt Gatundu bildeten sich am Morgen vor einem Wahllokal Warteschlangen, während Wahlhelfer die Stimmzettel unter Taschenlampenlicht vorbereiteten - der Strom war an dem Ort nach heftigem Regen ausgefallen.

„Unsere Hoffnung für das Land ist, dass der Gewinner in der Lage sein wird, das Land zu vereinen, das schon von Politikern und der Tagespolitik zerrissen worden ist“, sagte der Wähler Simon Wambirio in Gatundu.

Kenyatta hatte am Mittwoch im Fernsehen angekündigt, dass im ganzen Land Sicherheitskräfte für Ordnung sorgen würden. Er forderte die Kenianer auf, sich an der Wahl zu beteiligen.

Odinga wirft Kenaytta Wahlbetrug vor

Nach der Präsidentenwahl am 8. August wurde Kenaytta zum Sieger erklärt. Odinga warf ihm aber Wahlbetrug vor und focht die Abstimmung vor Gericht an. Das Oberste Gericht annullierte diese überraschend und nannte schwerwiegende Fehler der Wahlkommission als Grund. Demnach sollte eine Neuwahl stattfinden. Odinga erklärte aber, er wolle an der Abstimmung nicht teilnehmen, da aus seiner Sicht die Wahlkommission seine Forderungen der Reform nicht erfüllt habe. Er forderte eine komplett neue Wahl mit neuen Nominierungen.

Wahlen in Kenia waren in der Vergangenheit oft mit ethnischen Spannungen und Gewalt verbunden. Nach der Abstimmung 2007 wurden mehr als 1000 Menschen getötet und rund 150.000 in die Flucht getrieben.

Von AP/dpa/RND

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