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Deutschland / Welt Politiker antworten: Gibt es 2024 ein neues Sommermärchen?
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Politiker antworten: Gibt es 2024 ein neues Sommermärchen?
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22:29 28.09.2018
FDP-Chef Christian Lindner und der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius beim RND-Flurfest. Quelle: Thomas Imo/photothek.net
Berlin

Der Ball rollt wieder: Nach der Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees, die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland auszutragen, träumen manche schon von einem Sommermärchen wie während der WM 2006.

Auch beim Flurfest des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) im Berliner Hauptstadtbüro war die EM 2024 ein großes Thema. Erinnerungen und Erwartungen wurden ausgetauscht. Und die Frage kam auf: Wird es erneut eine solche Euphorie, ein solches Wir-Gefühl geben wie 2006?

Weltmeisterschaft 2006 ist in guter Erinnerung

Für CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer war 2006 „ein tolles Erlebnis für das ganze Land“. Die EM 2024 austragen zu dürfen empfinde sie als „große Anerkennung, Ehre und Freude“ für Deutschland, sagte sie. „Ich hoffe, dass wir uns als gute Gastgeber erweisen“, sagte sie.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war die Vorfreude sichtlich anzumerken. Er kommentierte die Entscheidung mit: „Ja! Wir-Gefühl! Sommermärchen!“ Mit Blick auf den verkorksten Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in diesem Jahr hofft er, dass es 2024 kein Vorrunden-Aus geben wird. Das sieht Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) ähnlich: Er werte die EM in Deutschland als „positives Signal“ und hoffe natürlich auf den Titel.

UEFA setzt auch Signal für Demokratie

FDP-Chef Christian Lindner bewertete die Vergabe der Europameisterschaft nach Deutschland nicht nur für die Bundesrepublik und ihre Fußballfans als gute Botschaft. Er sieht mit der Entscheidung der UEFA auch die Demokratie gestärkt. „Es wäre kein gutes Signal, wenn der türkische Präsident Erdogan mit so einem Großereignis für sich werben könnte.“ Die Türkei war ebenfalls als Austragungsort im Gespräch, erhielt aber nicht den Zuschlag der UEFA.

Der Ex-Parteivorsitzende der SPD, Martin Schulz, wollte sich noch nicht festlegen, was das Votum für Deutschland bedeutet: „Es ist schwer vorauszusagen, aber wenn wir das Wir-Gefühl 2024 wiederholen können, wäre das sicher ein Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagte er.

Ganz anders denkt Renate Künast: Die Abgeordnete der Grünen möchte den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht erst 2024 stärken. „Wir haben 2018. Solange möchte ich bitte nicht auf ein neues Wir-Gefühl warten“, sagte sie. Im Gespräch zu bleiben über dieses Wir ist ihre Alternative bis zum Anstoß bei der EM: „Wir sollten vielleicht nicht nur den Riesenwelthandel diskutieren, sondern wie der Alltag in Deutschland erlebt wird: Das wollen die Leute wissen: Wie geht Pflege? Wie geht eine gute Personalausstattung im Kindergarten oder in der Schule?“

Von RND/nie

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