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Deutschland / Welt Plärrstunde – Bundestag testet Spielzimmer
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Plärrstunde – Bundestag testet Spielzimmer
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15:56 10.05.2017
Besser spät als nie: Im Bundestag gibt es demnächst abendliche Kinderbetreuung. Quelle: dpa
Berlin

„Kinder an die Macht“ forderte Herbert Grönemeyer schon 1986. So richtig was zu sagen haben die jungen Bundesbürger bis heute nicht – ein paar von ihnen werden künftig aber zumindest auf Tuchfühlung zur Macht gehen. Testweise wird im Bundestag ein Spielzimmer eingerichtet, in dem Kinder der Abgeordneten betreut werden, während Mami nebenan im Plenarsaal ihren Job macht. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, räumen die Vizepräsidenten des Parlaments einen Verfügungsraum, damit in Sitzungswochen der parlamentarische Nachwuchs betreut werden kann, wenn spätabends noch debattiert wird oder namentliche Abstimmungen anstehen.

Keine Elternzeit für Abgeordnete

Das Projekt Spielzimmer hat die Intiative „Eltern in der Politik“ angeschoben. Gründerinnen der Initiative sind unter anderem Ex-Familienministerin Kristina Schröder (CDU), die Linken-Vorsitzende Katja Kipping und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner. Sie alle kennen die Schwierigkeit, die Versorgung kleinster Kinder mit dem Abgeordnetenleben zu koordinieren – denn anders als in anderen Berufen müssen Bundestagspolitikerinnen acht Wochen nach der Niederkunft wieder antreten, Elternzeit gibt es für sie nicht. Entsprechend groß war die Resonanz, als der Spielzimmer-Plan bekannt wurde. „Rund zwei Dutzend Mütter haben sich zurückgemeldet und gelegentlichen oder regelmäßigen Bedarf angemeldet“, sagt Schröders Sprecherin Christina Rasche.

Testphase ab nächster Woche

Knapp 40 Quadratmeter misst der Raum, der auch einen Liegebereich für müde Minis bietet – schließlich sollen vor allem Betreuungsprobleme während abendlicher Sitzungen gelöst werden. Von 17 bis 21 Uhr kümmern sich qualifizierte Erzieher um die Kinder, die Kosten müssen die Parlamentarier selbst übernehmen. Nächste Woche geht es los, in der Testphase vor der Sommerpause ist zunächst nur am Donnerstag geöffnet, an dem Tag also, an dem im Plenum abends für gewöhnlich lange debattiert wird. Wenn die Nachfrage auf Dauer groß genug ist, soll das Spielzimmer aber eine ständige Einrichtung werden.

Vielleicht ist der ansonsten nicht sehr kinderfreundliche Bundestag damit mal eine Nasenlänge voraus – und bringt den einen oder anderen Firmenboss auf eine richtig gute Idee.

Von Stefanie Gollasch/RND

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