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Deutschland / Welt Philippinischer Präsident bittet Russland um Waffen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Philippinischer Präsident bittet Russland um Waffen
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07:10 24.05.2017
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte (l.) und der russische Staatschef Wladimir Putin. Quelle: dpa
Manila

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat davor gewarnt, dass er das im Süden des Landes verhängte Kriegsrecht hart durchsetzen wird. „Ich sagte, ich würde hart sein und warnte jeden, meine Hand nicht dazu zu zwingen. Ich muss es tun, um die Republik zu bewahren“, sagte Duterte. Er hatte das Kriegsrecht als Reaktion auf einen Angriff islamistischer Rebellen auf Marawi verhängt – es gilt zunächst für 60 Tage.

Bei einem Treffen am späten Dienstagabend mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärte er zudem, darauf zu setzen, dass Russland den Philippinen im Kampf gegen den Terrorismus Waffen liefere.

„Natürlich braucht unser Land moderne Waffen, wir hatten Aufträge in den Vereinigten Staaten, doch dort läuft es nicht glatt und um den Islamischen Staat zu besiegen (...), brauchen wir moderne Waffen“, sagte er laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.

Regierung hat Marawi unter Kontrolle

Nach Angaben des philippinischen Verteidigungsministeriums wird es für Truppen der Regierung mit dem Kriegsrecht einfacher, schneller Durchsuchungen und Verhaftungen vorzunehmen. Trotz der Fortschritte der Extremisten habe die Regierung die Situation in der Stadt Marawi unter Kontrolle.

Mit dem IS verbündete Extremisten hatten in Marawi das Rathaus, ein Krankenhaus und ein Gefängnis gestürmt und besetzt sowie mehrere Häuser niedergebrannt. Dutertes Besuch in Moskau sollte daraufhin verkürzt werden.

Besonders kritisch ist die Verhängung des Kriegrechts auf den Philippinen, weil der Diktator Ferdinand Marcos diese Maßnahme nutze, um seine Herrschaft zu festigen.

Von RND/ap/dpa/are