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Deutschland / Welt Offensiven in Ost-Ghuta und Afrin vor dem Ende
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20:16 25.03.2018
Hunderte Zivilisten warteten am Sonntag auf ihre Evakuierung aus der umkämpften Region Ost-Ghuta. Quelle: dpa
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Damaskus

Die Militäroffensiven in den schwer umkämpften syrischen Gebieten Ost-Ghuta und Afrin nähern sich ihrem Ende. Die Türkei verkündete nach einem zweimonatigen Feldzug gegen Kurden in Afrin im Nordwesten, die Region sei vollständig eingenommen worden. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Sonntag zugleich an, dass die Türkei auch die südlich gelegene Stadt Tell Rifat bald unter Kontrolle bringen wolle. Dann sei das Ziel des Einsatzes erreicht. In Ost-Ghuta nahe Damaskus ging der Abzug von islamistischen Aufständischen und Zivilisten weiter, nur noch Kämpfer in einem letzten Rückzugsort nahe der Stadt Duma weigerten sich abzurücken.

Hunderte Zivilisten verließen am Sonntag das Gebiet um Duma, wie die Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Parallel gab es demnach Verhandlungen zwischen dem islamistischen Rebellenbündnis Dschaisch al-Islam, das den Ort beherrscht, und Russland, dem Verbündeten der syrischen Regierung. Einen anderen Teil Ost-Ghutas verließen demnach Hunderte Rebellen und ihre Familien. Sie sollen der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge in die Rebellenhochburg Idlib in den Norden des Landes gebracht werden.

Tausende Zivilisten verlassen Ost-Ghuta

Die syrische Regierung hatte Ost-Ghuta östlich von Damaskus, das es seit 2013 belagert, in den vergangenen Wochen mit einer Welle von Bombardierungen überzogen. Dabei sind nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich auf Informanten in dem Land stützt, mehr als 1600 Zivilisten ums Leben gekommen. Bei der folgenden Bodenoffensive konnten die Kämpfer von Präsident Baschar al-Assad dann immer weiter gegen die verschiedenen Rebellengruppen vordringen.

Der Abzug der Rebellen aus Ost-Ghuta folgt einem Abkommen der islamistischen Miliz Failak al-Rahman mit der syrischen Armee vom Freitag. Der Beobachtungsstelle zufolge sollen rund 7000 Menschen das Gebiet in den kommenden Tagen verlassen. Zuvor war die syrische Armee auch in den Ort Harasta eingerückt. Sie kontrolliert damit etwa 90 Prozent von Ost-Ghuta.

Türkische Armee nimmt Afrin ein

Türkische Truppen hatten am 20. Januar die Operation „Olivenzweig“ gegen die Kurdenmiliz YPG in der Region Afrin begonnen. Die Türkei sieht in der YPG den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und rechtfertigt die Offensive mit dem Kampf gegen den Terrorismus. Die Stadt Afrin war bereits am vergangenen Sonntag von der türkischen Armee erobert worden.

Die Armee säuberte das Gebiet dem Bericht zufolge am Samstag von Sprengsätzen. Dabei seien acht selbstgebaute Bomben zerstört worden.

Von RND/dpa

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