Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Österreich: SPÖ-Geschäftsführer zurückgetreten
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Österreich: SPÖ-Geschäftsführer zurückgetreten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:28 01.10.2017
Rücktritt: der SPÖ-Bundesgeschäftsführer, Georg Niedermühlbichler. Quelle: dpa
Anzeige
Wien

Zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Österreich geraten die Sozialdemokraten wegen einer angeblich aus ihren Reihen lancierten Schmutzkampagne gegen ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz unter Druck. Wie das Magazin „profil“ und die Zeitung „Die Presse“ berichteten, soll der in Israel festgenommene Ex-Kanzler-Berater Tal Silberstein sowohl hinter der rassistischen Facebookseite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ als auch hinter der vorgeblichen Fanseite „Wir für Sebastian Kurz“ stehen. SPÖ-Geschäftsführer Georg Niedermühlbichler trat kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe zurück. Die Sozialdemokraten in Österreich wollen die gegen sie im Wahlkampf erhobenen Schmutzkampagnen-Vorwürfe umfassend aufklären. Die SPÖ werde eine entsprechende Task Force einrichten, kündigte Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern am Sonntag in Wien an.

Die Urheber der Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ waren wegen ihrer rassistischen Schlagseite bisher im rechten Milieu vermutet worden. Auf „Wir für Sebastian Kurz“ tauchten Postings auf, die die Schließung der Brennergrenze forderten und zugleich scharf Kanzler und SPÖ-Chef Christian Kern kritisierten.

Laut SPÖ hat Silberstein die Facebook-Gruppen ohne Kenntnis der Parteiführung organisiert. „Silberstein hat hier ohne Auftrag und ohne Wissen des Bundesgeschäftsführers gehandelt“, heißt es in einer Reaktion. Niedermühlbichler zeigte sich „bestürzt“. Er betonte, nichts von den falschen Facebook-Gruppen Silbersteins gewusst zu haben. Dennoch sei einer seiner Mitarbeiter involviert gewesen und dafür übernehme er die Verantwortung. Die beiden Facebook-Seiten sind am Freitag vom Netz gegangen.

Im August hatte die SPÖ der ÖVP eine schmutzige Kampagne vorgeworfen. Der international als Polit-Berater aktive Silberstein war vor wenigen Wochen in Israel wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Die SPÖ hatte sich daraufhin sofort von ihm getrennt. 

Am 15. Oktober wählen rund 6,4 Millionen Österreicher ein neues Parlament. ÖVP-Chef Sebastian Kurz führt in Umfragen deutlich vor dem SPÖ-Vorsitzenden und Bundeskanzler Christian Kern.

Von RND/dpa

Der türkische Präsident Erdogan hält eine EU-Mitgliedschaft seines Landes für unnötig. Er werde nicht mehr länger daraufhin arbeiten, berichtet die Bild-Zeitung. Die Gespräche mit der Staatengemeinschaft wolle er aber auch nicht aufgeben.

01.10.2017

Niedersachsens Ministerpräsident gibt sich abgeklärt. Die SPD sollte sich darauf einstellen, auch 2021 nicht das Kanzleramt zu erobern, sagte Stephan Weil gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

01.10.2017

Dem Brexit sei Dank verlassen zwei EU-Agenturen London und suchen sich einen neuen Standort. Bonn und Frankfurt buhlen um die 1100 Finanzexperten und Wissenschaftler. Doch Städte wie Amsterdam oder Barcelona sind attraktiver.

01.10.2017
Anzeige