Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Nordkorea droht mit neuen Atomtests
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nordkorea droht mit neuen Atomtests
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:02 15.03.2019
US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un hatten sich Ende Februar in Hanoi getroffen. Das zweite Treffen der beiden endete ergebnislos. Quelle: KCNA/dpa
Seoul

Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen mit den USA vor zwei Wochen stellt Nordkoreas Führung weitere Verhandlungen über ihr Atomwaffenprogramm infrage. Ihr Land habe nicht die Absicht, vor den Forderungen der USA, die diese beim Gipfel in Hanoi vorgebracht hätten, einzuknicken, sagte Vize-Außenministerin Choe Son Hui am Freitag in Pjöngjang.

Auch sei ihre Regierung nicht bereit, „die Verhandlungen in dieser Art fortzusetzen“. Machthaber Kim Jong Un werde bald erklären, ob er die Gespräche mit den USA und das Moratorium für Raketenstarts und Atomtests aufrecht erhalten wolle, sagte sie.

Der zweite Gipfel blieb ohne Ergebnis

Der Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Vietnam Ende Februar war überraschend ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher.

In Südkorea schlossen Beobachter nicht aus, dass die weitgehend isolierte Führung Nordkoreas den Druck auf Washington erhöhen wolle. Das Büro des südkoreanischen Präsident Moon Jae In reagierte auf die Berichte zurückhaltend. Die Absicht Nordkoreas sei unklar. „Unter allen Umständen wird sich unsere Regierung weiter für die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Nordkorea und den USA einsetzen.“

Choe Son Hui machte dem Bericht zufolge die USA für den ergebnislosen Ausgang des zweiten direkten Treffens zwischen Kim und US-Präsident Trump verantwortlich. Der US-Regierung warf sie vor, sie sei „mit ihren eigenen politischen Interessen zu beschäftigt gewesen“. Sie habe nicht die wirkliche Absicht gehabt, ein Ergebnis zu erzielen.

Streit über die westlichen Sanktionen

Noch in Hanoi hatten sich beide Seiten gegenseitig über die Gründe dafür widersprochen. Trump sagte, Nordkorea habe die Aufhebung aller Sanktionen verlangt, die geplanten Abrüstungsschritte seien nicht weit genug gegangen. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho erwiderte, sein Land habe nur eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gefordert.

Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums stellte später klar, dass die Nordkoreaner eine Aufhebung aller Sanktionen gefordert hätten, die die „zivile Wirtschaft und den Lebensunterhalt der Menschen“ beeinträchtigten. Sanktionen auf Waffen seien aber von der Forderung ausgeschlossen gewesen.

Trotz des Scheiterns hatte Trump von „sehr substanziellen Gesprächen mit Kim Jong Un“ gesprochen. Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur seine Absicht zur „kompletten Denuklearisierung“ betont. Es fehlten aber konkrete Zusagen, bis wann das Land sein Atomwaffenarsenal abschaffen will.

 

Von RND/dpa

Prepper-Szene, Franco A., rechte Netzwerke: Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman A. Mazyek, hält deutsche Rechtsextremisten und identitäre Gruppen für brandgefährlich. Die Täter von Christchurch suchten weltweit Nachahmer.

15.03.2019

Der Ehemann von Frauke Petry, Marcus Pretzell, hat Anzeige gegen Mitglieder des sächsischen Wahlausschusses gestellt. Hintergrund ist eine Befragung Petrys im November 2015 in dem Ausschuss.

15.03.2019

Der irakische Flüchtling, der unter dem Verdacht steht Ende August 2018 am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Daniel H. getötet zu haben, wird nun auch in seiner Heimat gesucht. Die Sicherheitsbehörden vor Ort sagten den deutschen Behörden Unterstützung zu.

15.03.2019