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Deutschland / Welt Neue Plagiatsvorwürfe gegen Melania Trump
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09:46 08.05.2018
Melania Trump stellte am Montag ihre neue Initiative „Be Best“ vor. Quelle: AP
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Washington

US-First Lady Melania Trump will mit einer neuen Initiative das Wohl von Kindern ins Zentrum ihres Engagements rücken. In der heutigen „schnelllebigen und immer verbundenen Welt“ falle es Kindern schwerer, ihre Gefühle zu kontrollieren, weshalb sie sich oft schädlichen Verhaltensweisen wie „Mobbing, Drogensucht oder sogar Selbstmord zuwenden“, sagte die 48-Jährige am Montag.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter wiesen Nutzer darauf hin, dass die entsprechende Broschüre zur „Be Best“-Kampagne bereits vor vier Jahren unter der Regierung von Barack Obama gedruckt worden sei – obwohl es zunächst hieß, sie sei „von First Lady Melania Trump und der Federal Trade Commission“ herausgegeben worden. Die beiden Broschüren sind nahezu identisch, wie Bilder zeigen.

Während die Broschüre vor rund vier Jahren noch „Net Cetera – Chatting With Kids About Being Online“ hieß, wurde der Name für die aktuelle Ausgabe in „Talking With Kids About Being Online“ geändert.

Inzwischen hat das Weiße Haus die Beschreibung geändert. Es handele sich um eine Broschüre der Federal Trade Commission, „gefördert von First Lady Melania Trump“.

Für Aufsehen sorgt der Fall, weil die First Lady bei einem Parteitag der US-Republikaner Teile einer Rede von Michelle Obama abgekupfert haben soll.

Die Ankündigung der Initiative „Be Best“ (etwa: „Gib Dein Bestes“) im Rosengarten des Weißen Hauses im Beisein ihres Mannes Donald Trump war einer der seltenen öffentlichen Auftritte der First Lady.

Es handle sich um eine Aufklärungskampagne für die „Wichtigsten und Verwundbarsten unter uns - unsere Kinder“. Die Initiative stützt sich demnach auf drei Säulen: Kinder sollen intensiver in der Nutzung sozialer Medien geschult werden, gesünder und emotional ausgewogener leben und über Drogenmissbrauch aufgeklärt werden.

Weißes Haus weist Vorwürfe zurück

Familien und Kinder, die von Drogenproblemen betroffen seien, sollen besonders unterstützt werden. Konkrete Maßnahmen wurden allerdings zunächst nicht angekündigt.

Präsident Trump küsste seine Frau nach ihrer Rede mehrmals auf die Wangen. Es sei ein Segen für Amerika, so eine engagierte First Lady zu haben, sagte er.

Indes wies das Weiße Haus einen Bericht der „Washington Post„ zurück, nachdem die First Lady nicht mit dem Präsidenten zusammenleben soll. Das sei „empörend“ und „lächerlich“, sagte Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders. Die First Lady wohne im Weißen Haus und werde oft gesehen. Hintergrund sind seit Wochen andauernde Gerüchte über eine Affäre Trumps mit einer Pornodarstellerin.

In den vergangenen 16 Monaten hat die First Lady oft Interesse am Wohlbefinden von Kindern gezeigt. Sie besuchte junge Patienten wiederholt im Krankenhaus und las ihnen vor. Und ihr Interesse an der Opioidkrise hat sie bereits in Pflegezentren geführt, wo sie mehr über die Auswirkungen einer Schmerzmittelsucht von Müttern auf Kinder erfuhr.

Von RND/are/ap

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