Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Nato-Staaten lehnen Gipfeltreffen in der Türkei ab
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nato-Staaten lehnen Gipfeltreffen in der Türkei ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 31.05.2017
Nato-Gipfel Ende Mai 2017 in Brüssel: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (von links), die britische Premierministerin Theresa May, US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die Türkei kommt offenbar als Gastgeber für so ein Treffen nicht in Frage. Quelle: AP Photo/Matt Dunham, Pool
Berlin

Zahlreiche Nato-Länder, angeführt von Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark, hätten sich vehement gegen ein Nato-Treffen in Istanbul ausgesprochen, berichtet „Die Welt“ unter Berufung auf hohe Nato-Diplomaten, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Die Türkei hatte sich als eines von mehreren Nato-Ländern als Gastgeber des Spitzentreffens angeboten. „Wir wollen die Türkei nicht international aufwerten und den Eindruck vermeiden, dass die Nato die interne Politik der türkischen Regierung unterstützt“, zitierte „Die Welt“ aus Nato-Kreisen.

Streitpunkte sind aber nicht nur die Verhaftungswelle und die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei. Nach wiederholter Kritik von Politikern aus Österreich an Erdogan will die Türkei nun durchsetzen, dass das Land von wichtigen Nato-Übungen ausgeschlossen wird.

Deutschland hat viele Streitpunkte mit der Türkei

Erst am Dienstag hatte die SPD-Bundestagsfraktion die Bundesregierung einstimmig dazu aufgefordert, die deutschen Soldaten vom Nato-Stützpunkt in Incirlik abzuziehen. Die Türkei hatte Bundestagsabgeordneten den Besuch der rund 260 deutschen Soldaten in Incirlik verboten, weil Deutschland türkischen Soldaten Asyl gewährt hat. Die Regierung in Ankara wirft ihnen Beteiligung am Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 vor. Die Entscheidung der Bundesregierung über einen möglichen Abzug wird in den nächsten zwei Wochen erwartet.

Schwere Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei gibt es auch wegen des in der Türkei inhaftierten deutschen Journalisten Deniz Yücel. Das Auswärtige Amt hatte letzte Woche gefordert, Yücel unverzüglich freizulassen. Insgesamt sitzen damit weiter sechs deutsche Staatsbürger in der Türkei im Gefängnis.

Wie die Zeitung weiter berichtete, ist Belgien bereit, 2018 ein Gipfeltreffen in Brüssel auszurichten. Ein Beschluss dazu soll demnach auf dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister Ende Juni fallen.

Von RND/dpa/kha

Deutschland / Welt Russland-Affäre im Weißen Haus - Flynn will offenbar doch auspacken

Der Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, will dem Senatsausschuss zur Russland-Affäre nun anscheinend doch die angeforderten Dokumente vorlegen.

31.05.2017

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte den US-Präsidenten Donald Trump nach dem G7-Gipfel auf Sizilien scharf – Trump schoss bei Twitter zurück. Jetzt gibt es eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses.

31.05.2017

Im Diplomatenviertel der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es am Mittwochmorgen einen Autobombenanschlag gegeben. Dutzende Menschen kamen bei der gewaltigen Explosion ums Leben, Hunderte weitere wurden verletzt. Darunter auch ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erschüttert über die Terrorattacke.

31.05.2017