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Deutschland / Welt Nach Auto-Attacke: Polizei sucht nach Komplizen
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09:04 10.08.2017
Französische Polizisten im Einsatz. Quelle: imago/Xinhua
Paris

Der nach einer Auto-Attacke auf Soldaten festgenommene Tatverdächtige wird nach Medieninformationen weiter in einem Krankenhaus behandelt. Wegen seiner Verletzungen konnte der 36-Jährige bisher nicht von französischen Anti-Terrorermittlern vernommen werden, wie der Nachrichtensender Franceinfo am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise berichtete.

Tatverdächtiger ist Algerier

Einen Tag nach der Attacke in einem Pariser Vorort, bei der sechs Soldaten verletzt wurden, suchten die Fahnder nach möglichen Komplizen des Mannes, der nach Medienformationen Algerier ist und eine Aufenthaltsgenehmigung hat.

Er war am Mittwoch auf der Autobahn in der Nähe von Boulogne-sur-Mer festgenommen worden. Polizisten hatten den Verdächtigen mit mehreren Schüssen verletzt. Ermittler durchsuchten danach seine im Pariser Großraum gelegene Wohnung.

Die verletzten Soldaten gehören zum Antiterroreinsatz Sentinelle (Wache), bei dem Armeeangehörige auf Straßen und vor öffentlichen Gebäuden patrouillieren. Das Parlament hatte den Ausnahmezustand vor Kurzem bis Anfang November verlängert.

Fast 240 Tote binnen anderthalb Jahren

Seit Januar 2015 waren in Frankreich bei islamistischen Anschlägen fast 240 Menschen ermordet worden. Das Parlament hatte den Ausnahmezustand vor Kurzem bis Anfang November verlängert.

Französische Sicherheitskräfte waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen, im April wurde ein Polizist auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées erschossen. Anfang des Jahres ging ein Mann mit Macheten auf eine Militärpatrouille am Louvre-Museum los, er wurde überwältigt. Im März erschossen Soldaten einen Angreifer im Pariser Flughafen Orly, der einer Soldatin ihre Waffe entreißen wollte.

Ein am vergangenen Wochenende am Eiffelturm festgenommener Bewaffneter hatte Ermittlern gesagt, er habe einen Anschlag auf einen Soldaten geplant. Der Mann wurde inzwischen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

Von dpa/RND/zys