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Deutschland / Welt Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ getötet
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15:32 24.08.2018
Ein Palästinenser schleudert Steine auf die israelische Armee bei Auseinandersetzungen an der Grenze zu Israel. (Symbolbild) Quelle: Wissam Nassar/dpa
Tel Aviv

Ein an der Gaza-Grenze getöteter palästinensischer Angreifer hat für die internationale HilfsorganisationÄrzte ohne Grenzen“ gearbeitet. Der Mann hatte nach Angaben Israels versucht, den Grenzzaun nach Israel zu überwinden, auf israelische Soldaten geschossen und einen Sprengsatz geworfen.

Ärzte ohne Grenzen bestätigte am Freitag, dass der Palästinenser für die Organisation gearbeitet hatte und an der Grenze getötet wurde. Nach Medienberichten wurde er von Soldaten erschossen. Dies wollte die Armee aber nicht bestätigen.

Familie bestreitet Verbindung zu militanten Gruppierungen

Die Familie des Palästinensers betonte, dass der Krankenpfleger den Angriff alleine durchgeführt habe und keinerlei Anweisungen von einer der militanten Gruppierungen im Gazastreifen erhalten habe. Israel und die in dem Küstengebiet herrschende radikalislamische Hamas verhandeln aktuell unter ägyptischer Vermittlung über eine Waffenruhe.

Seit Ende März wurden bei Protesten und Konfrontationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza rund 170 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Ein israelischer Soldat wurde erschossen. Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Von RND/dpa

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