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Deutschland / Welt Macron will Trump zum Verbleib in Syrien überredet haben
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Macron will Trump zum Verbleib in Syrien überredet haben
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07:36 16.04.2018
„Vor zehn Tagen wollte Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus Syrien abziehen. Wir haben ihn davon überzeugt zu bleiben“, sagte Macron. Quelle: dpa
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Paris/Washington

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Luftangriffe seines Landes sowie der USA und Großbritanniens auf Ziele in Syrien als Erfolg bezeichnet. „Die Operation, zu der wir uns entschlossen haben, wurde perfekt ausgeführt“, sagte Macron am Sonntag in einem Live-Interview des Fernsehsenders BFM und der Online-Investigativseite Mediapart.

Alle Raketen hätten ihr Ziel erreicht. US-Präsident Donald Trump habe zum Verbleib in Syrien und dem Befehl zu Luftangriffen überredet werden müssen. Eine Reaktion aus den USA folgte prompt.

„Vor zehn Tagen wollte Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus Syrien abziehen. Wir haben ihn davon überzeugt zu bleiben“, sagte Macron. Frankreich wolle westliche Staaten, Russland und die Türkei zu einer neuen diplomatischen Initiative bringen, um eine langfristige politische Lösung in Syrien zu erreichen. Er bot sich zudem als Vermittler zwischen den USA und Russland an.

Die USA erwarten mehr Engagement der regionalen Partner

Trumps Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders teilte in einer Stellungnahme am Sonntagabend (Ortszeit) indes mit, die Mission der Vereinigten Staaten habe sich nicht verändert: „Der Präsident will, dass die US-Streitkräfte so schnell wie möglich nach Hause kommen“, zitierten US-Medien Sanders.

„Wir sind entschlossen, (die Terrormiliz Islamischer Staat) ISIS vollständig zu vernichten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die ihre Rückkehr verhindern werden“, erklärte Sanders. Man erwarte darüber hinaus von den Partnern in der Region, sich militärisch und finanziell stärker an der Sicherung der Region zu beteiligen.

Die US-Regierung will neue Sanktionen gegen Russland

Um den Druck auf die Regierung von Präsident Baschar al-Assad weiter zu erhöhen, haben die USA neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Sie sollen am Montag bekannt gegeben werden. „Die internationale Gemeinschaft wird nicht erlauben, dass Chemiewaffen zurück in unseren Alltag kommen“, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Dass Assad den Einsatz befohlen habe und Russland das vertusche, müsse aufhören. Syrien streitet ab, Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

Macron sagte mit Blick auf den Vergeltungsschlag, das syrische Regime und Russland „behaupten, sie hätten auf ihrer Seite keine Opfer“. Dies sei exakt das, was die westlichen Verbündeten tun wollten. Bei der Aktion sei es um Vergeltung gegangen - es sei kein kriegerischer Akt gewesen.

Von AP/dpa/RND

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