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Deutschland / Welt Maas fordert weitere diplomatische Annäherung von USA und Russland
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Maas fordert weitere diplomatische Annäherung von USA und Russland
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07:20 17.07.2018
Bundesaußenminister Heiko Maas. Quelle: EPA
Berlin

Bundesaußenminister Heiko Maas mahnt nach dem Treffen in Helsinki eine weitere diplomatische Annäherung zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin an. „Es ist wichtig, dass die USA und Russland miteinander reden. Wir können uns in Syrien, in der Ukraine, bei Rüstungskontrolle und Abrüstung keine Sprachlosigkeit zwischen Washington und Moskau leisten“, sagte der SPD-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Maas: Internationale Politik braucht Verlässlichkeit und harte Arbeit

Internationale Politik sei auf den Dialog angewiesen, betonte Maas. „Sie braucht aber genauso sehr Verlässlichkeit, Beständigkeit und harte Arbeit – auch abseits des Rampenlichts“, sagte der Außenminister. „Die nächsten Monate werden zeigen, wie belastbar das Treffen in Helsinki in dieser Hinsicht war“, so Maas.

Vor allem im Bereich der nuklearen Rüstungskontrolle liege es im deutschen Interesse, dass Russland und die USA konstruktiv zusammenarbeiteten und bestehende Verträge eingehalten würden, so Maas. „Hier braucht es nun schnellstmöglich praktische Schritte, damit es nicht nur beim bloßen Bekenntnis zur Zusammenarbeit bleibt“, forderte der Minister.

Sein Genosse Niels Annen sieht das Gipfeltreffen kritischer. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt sagte, prinzipiell sei es immer gut, wenn die Präsidenten der USA und Russlands miteinander sprächen – „aber ich wäre doch etwas optimistischer gestimmt, wenn ich gewusst hätte, dass diese Gespräche vorbereitet gewesen wären auch mit den eigenen Verbündeten“.

„Neustart eines Dialoges“

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), wertete das Vier-Augen-Gespräch als „Neustart eines Dialoges zwischen USA und Russland“. Dieser sei vor allem ein außenpolitischer Erfolg für Putin. „Allein die Tatsache, wieder auf Augenhöhe von dem amerikanischen Präsidenten in allen großen Fragen der internationalen Politik empfangen zu werden, mit ihm zu sprechen, das war sein großes Ziel“, sagte Röttgen im ZDF.

Der Grünen-Außenexperte Omid Nouripour sagte der „Welt“: „Atommächte müssen miteinander im Gespräch bleiben. Und nichts spricht dagegen, wenn Putin und Trump ein gutes Verhältnis haben, aber es darf nicht auf Kosten Dritter und der internationalen Ordnung sein.“

Von Marina Kormbaki/RND/dpa

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