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Deutschland / Welt Mark Zuckerberg lässt viele Fragen unbeantwortet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Mark Zuckerberg lässt viele Fragen unbeantwortet
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20:16 22.05.2018
Mark Zuckerberg spricht vor Mitgliedern des EU-Parlaments Quelle: imago/ZUMA Press
Brüssel

Nach dem Facebook-Datenskandal um die britische Firma Cambridge Analytica hat sich Mark Zuckerberg nun auch den Fragen von Europaparlamentariern gestellt. Nach der offiziellen Anhörung vor dem US-Handels und Justizkomitee im April fand am Dienstagabend im EU-Parlament eine Anhörung des Facebook-Chefs statt.

In Washington musste er im US-Kongress stundenlang Rede und Antwort stehen. Auch im EU-Parlament wurde Zuckerberg mit kritischen Fragen konfrontiert. Jedoch war lediglich ein gut einstündiges Gespräch in kleiner Runde angesetzt.

Die Fraktionsvorsitzenden stellten dem 34-Jährigen der Reihe nach mehr als 40 Fragen unter anderem zu Regulierungsmaßnahmen, Fake-News und Face-Profile und Datenmissbrauch. Anschließend gab Zuckerberg eine knappe, rund 15-minütige Stellungnahme ab, ehe er den Saal verließ. Die vielem Detailfragen ließ er jedoch offen, sie sollen in den nächsten Tagen beantwortet werden. Das Verfahren ist nach Auskunft des Europaparlaments generell üblich bei der sogenannten „Conference of Presidents“ mit dem Kreis der Fraktionsvorsitzenden.

Die Zuckerberg-Aussagen zum mitlesen

  • 22.05.18 17:51
    Zuckerberg verlässt den Saal nachdem die Redezeit um 15 Minuten überschritten wurde. Auf die meisten Detailfragen der EU-Politiker ging der Facebook-Chef nicht ein. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden. In welcher Form, ist noch nicht bekannt.


  • 22.05.18 17:50
    Auf die Frage, ob sich der Cambridge-Analytica-Skandal wiederholen könnte, antwortet Zuckerberg: "Es ist nicht mehr möglich die Daten in dieser Form einzusehen, nachdem wir 2014 entsprechende Änderungen vorgenommen haben".
    Wie es um die Anwendungen steht, die zuvor Facebook-Daten verwendet haben, ließ er unbeantwortet.
  • 22.05.18 17:39
    "Wir erwarten, dass wir in drei Tagen die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung erfüllen", versicherte der Facebook-Chef. Ab dann müssten die Nutzer laut Zuckerberg aktiv zustimmen, was sie preisgeben wollen und nicht mehr wie zuvor aktiv widersprechen. Am 25. Mai tritt die neue DSGVO in Kraft.
  • 22.05.18 17:31
    Sogenannte "Fakten-Checker" des Unternehmens würden potenzielle Fake-News überprüfen. Wer diese sind und wie viele es gibt, beantwortet Zuckerberg nicht.
  • 22.05.18 17:29
    Zuckerberg beginnt mit der Beantwortung der Fragen. "Ziel der nächsten Jahre ist es, Künstliche Intelligenzen zu entwickeln." Mit ihnen sollen problematische Inhalte schneller gelöscht werden. Zuckerberg kündigt zudem umfangreiche Aktionen gegen Fake-News und Fake-Accounts an. Konkrete Zahlen oder Maßnahmen nennt er nicht.
  • 22.05.18 17:22
    Der Grünen-Sprecher Sven Giegold kritisiert die Form der Befragung. Zahlreiche Fragen wurden bisher gestellt, Zuckerberg hat bisher allerdings auf keine geantwortet. Laut Zeitplan bleiben dafür nur noch knapp 15 Minuten.
  • 22.05.18 17:09
    Bisher hat Zuckerberg keine Möglichkeit erhalten, Stellung zu nehmen. Zunächst werden alle Fragen der Politiker nacheinander vorgetragen.
  • 22.05.18 17:08
    Nigel Farage von der britischen Independence Party will wissen, wer bei Facebook für die Moderation von Inhalten zuständig ist.
  • 22.05.18 16:54
    Der der Vorsitzende der liberalen ALDE Fraktion, Guy Verhofstadt, gibt sich mit den Entschuldigungen nicht zufrieden. "Es ist erst Mai und Sie mussten sich schon drei Mal in diesem Jahr entschuldigen. Sind Sie überhaupt in der Lage, die Probleme zu lösen?"
  • 22.05.18 16:48
    Udo Bullmann, der Vorsitzende der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im EU-Parlament, hat das Wort.
    "Können Sie garantieren, dass Facebook die neue EU-Datenschutzgrundverordnung befolgt?" will der SPD-Mann wissen.
  • 22.05.18 16:42
    "Sich zu entschuldigen, ist eine gute Sache", entgegnet Manfred Weber, der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei. "Können Sie garantieren, dass nicht ein weiterer ähnlicher Fall ans Licht kommt?" fragt der CSU-Politiker.
  • 22.05.18 16:38
    Zuckerberg kündigte weitere hohe Investitionen in die Sicherheit und den Datenschutz an.
  • 22.05.18 16:37
    "Wir haben uns zu sehr auf allgemeine Cyber-Attacken konzentriert", gibt Zuckerberg zu. Facebook habe das Ausmaß seiner Verantwortung im Kampf gegen den Datenmissbrauch durch App-Entwickler nicht erkannt.
  • 22.05.18 16:31
    Wie auch in vorherigen Stellungnahmen entschuldigt sich der Facebook-Chef erneut für den Skandal und versichert, dass etwas Vergleichbares nicht wieder vorkommen werde. Man habe die Zahl der Mitarbeiter, die sich um Datenschutz kümmern, verdoppelt.
  • 22.05.18 16:29
    "Europäer sind ein großer und bedeutender Teil unseres Netzwerks und die Werte, die den Europäern am Herzen liegen, liegen auch uns am Herzen", eröffnet Zuckerberg seinen Beitrag.
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Das Parlament hatte wochenlang versucht, Zuckerberg vorzuladen. Dieser wollte zunächst seinen Vize-Chef für Öffentlichkeitsarbeit, Joel Kaplan, vorschicken. Das Gespräch sollte auf Zuckerbergs Wunsch hin zudem hinter verschlossenen Türen stattfinden. Nach Kritik der Grünen und einer Online-Petition bildete sich jedoch im Parlament eine Mehrheit für die öffentliche Übertragung im Internet.

Cambridge Analytica wollte mit persönlichen Daten von Millionen Facebook-Nutzern Wahlen beeinflussen und hat im Zuge des Skandals mittlerweile Insolvenz angemeldet. Von dem Missbrauch sind nach Facebook-Angaben möglicherweise bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen gewesen. Die Firma hat aufgrund hoher Anwaltskosten und ausbleibender Aufträge mittlerweile Insolvenz angemeldet.

Von RND/AP/dpa/mkr

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