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Deutschland / Welt Linken-Chefin Kipping will die 20-Stunden-Woche
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16:01 27.08.2018
Linken-Vorsitzende Katja Kipping will mehr Zeit für Freizeit schaffen. Quelle: Dirk Knofe
Berlin

Topmanager, Bürokaufleute und Handwerker – wenn es nach den Linken geht, müssen sie alle spätestens bald nur noch 20 Stunden pro Woche arbeiten. Linken-Vorsitzende Katja Kipping hat sich für die Einführung einer verkürzten Arbeitswoche bis zum Jahr 2036 ausgesprochen. „Mir geht es um Zeitwohlstand für alle“, sagte sie dem Nachrichtenportal t-online.de.

„Zeit ist die kostbarste Ressource, weil sie endlich ist“, sagte sie weiter. Umfragen zeigten, dass die Menschen sich jetzt schon eine 30-Stunden-Woche wünschten, erklärte Kipping. Dafür brauche man neue Arbeitszeitmodelle: „Alle sollen Arbeiten können, aber alle weniger.“

Nato ist kein Wertebündnis

In einer Interviewreihe von t-online mit dem Titel „Wie wollen wir leben im Jahr 2036?“ sprach sich die Linken-Chefin zudem für eine Demokratisierung der EU aus. Das EU-Parlament müsse ein Gesetzesinitiativrecht bekommen und gestärkt werden, sagte sie: „Ich finde, wenn man eine stärkere Europäisierung will, sind europäische Wahllisten hilfreich. Ich finde außerdem EU-weite Volksabstimmungen gut.“

Perspektivisch wolle die Linke die Nato überflüssig machen und stattdessen die Vereinten Nationen stärken, erklärte Kipping. „Spätestens seit Trump und Erdogan kann niemand mehr die Augen davor verschließen, dass die Nato kein Wertebündnis ist.“ Als Bollwerk des Westens gegen Russland habe das Bündnis sich sowieso erledigt.

Von RND/dpa

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